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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Adelheim, Roman

Pathologe

* 1881, 02.08.
Reval/Estland

† 1938, 07.11.
Riga

Als Sohn eines Rechtsanwalts geboren und nach Besuch des Nikolai-Gymnasiums in seiner Vaterstadt, studierte der spätere Pathologe Medizin an der Universität in Dorpat, wo er im Jahre 1908 zum Dr. med. promovierte.

Er war von 1907-1910 als Prosektorgehilfe am Pathologischen Institut in Dorpat tätig, weilte zu wissenschaftlicher Arbeit im Jahre1909 in Berlin und war von 1912-1913 Volontärassistent am Pathologischen Institut des Krankenhauses in München, 1913 am Institut für Infektionskrankheiten „Robert Koch“ in Berlin, dann am Institut für Experimentelle Medizin in St. Petersburg. Seit dem Jahre 1914 wirkte Adelheim als Prosektor am 2. Stadtkrankenhaus, seit 1918 Prosektor am städtischen Kinderhospital und der städtischen Irrenanstalt, auch Leiter des Pasteur-Instituts und der Serologischen Abteilung am 1. Stadtkrankenhaus und von 1918-1931 Mitglied der städtischen Gesundheitskommission war.

Nach drei Monaten in bolschewistischer Haft im Jahre 1919 war er (1920-1923) stellvertretender Dozent, (1923-1925) Dozent und (1925-1938) ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie und Direktor des Pathologischen Instituts der lettländischen Universität in Riga. Er wurde im Jahre 1923 Vizepräsident, dann Präses der Gesellschaft praktischer Ärzte und war seit 1938 Mitglied der Kaiserlichen Leopoldina-Carolina, Deutsche Akademie der Naturforscher. Adelheim verfaßte zahlreiche Abhandlungen über pathologische Anatomie und Gesundheitspflege.

Bibl.: Deutschbaltisches biographisches Lexikon 1710-1960. Köln/Wien 1970

BBL-digital: https://bbl-digital.de/eintrag/Adelheim-Roman-August-1881-1938/

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