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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Aschheim, Isidor

Maler

* 1891, 14.10.
Margonin, Kr. Kolmar/Westpr.

† 1968, 19.05.
Jerusalem

Isidor Aschheim kam als Kind einer orthodoxen jüdischen Familie nach Breslau. Er diente im Ersten Weltkrieg, und studierte nach dem vergeblichen Versuch, eine kaufmännische Laufbahn zu beginnen, von 1919 bis1923 an der Breslauer Kunstakademie bei Friedrich Pautsch und Otto Mueller. Dort schuf er die Grundlagen für seine spätere akademische Lehrtätigkeit.

1925 wurde Aschheim Mitglied des Schlesischen Künstlerbundes. 1933 erhielt er Mal- und Ausstellungsverbot. Unter Verlust seiner gesamten Arbeiten emigrierte er 1939 nach Palästina, wo er 1951 mit dem Dizengoff-Preis von Tel Aviv und 1955 mit dem Kunstpreis von Jerusalem ausgezeichnet wurde. Er war langjähriger Direktor der Jerusalemer Bezalel-Akademie. 1956 nahm er an der Biennale Venedig teil.

Seine von Erich Heckel und der Gruppe „Die Brücke“ beeinflussten Arbeiten, figurale Kompositionen und Bildnisse, verraten Erlebenstiefe, am spürbarsten in seinen Gemälden. Aschheims Arbeiten, auch den Landschaften und Stillleben, liegt ein strenges zeichnerisches Gerüst zugrunde. Sie sind gegenständlich gebunden, zeigen jedoch die bewusste Anwendung abstrahierender künstlerischer Mittel.

Isidor Aschheim war verheiratet mit der israelischen Malerin Margot Lange-Aschheim.

Lit.: Izidor Ashhaim: rishumim ve-hedpesim [Isidor Aschheim: Zeichnungen und Drucke], Jerusalem: Israel Museum, 1966. – Schlesischer Kulturspiegel, Würzburg, Jg. 1968, Folge 4-6.

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