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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Assmann, Herbert

Internist

* 1882, 25.11.
Danzig

† 1950, 27.02.
Oldenburg/Oldenburg

Herbert Assmann, als Sohn eines Amtsgerichtsrats in Danzig geboren, studierte an den Universitäten Freiburg i. Br., München und Königsberg, wo er auch promovierte, worauf er sich seinem speziellen Arbeitsgebiet zuwandte, auf dem er sich den Namen eines hervorragenden Spezialisten erwarb, der Röntgendiagnose der inneren Organe, insbesondere der Lungentuberkulose. Er entdeckte das Frühinfiltrat.

Nach dem Studium erhielt er seine Ausbildung in Genf, in Königsberg, danach als Oberarzt in Dortmund. Er habilitierte sich im Jahre 1913 bei A. v. Strümpell in Leipzig und wurde 1919 außerplanmäßiger, 1922 planmäßiger außerordentlicher Professor und übernahm im Jahre 1927 als Ordinarius die Leitung der Medizinischen Universitätsklinik in Leipzig. Im Jahre 1931 ging er nach Königsberg, wo er als Leiter der Medizinischen Klinik bis zur Auflösung der Universität durch die Kriegsereignisse gewirkt hat. Er war während des Krieges als Berater im Westen und im Osten eingesetzt und ging nach dem Kriege nach Oldenburg; hier leitete er die Innere Abteilung des Evangelischen Krankenhauses sowie diejenige des Roten Kreuzes.

Assmann erwarb sich besondere Verdienste um die Röntgendiagnostik, besonders der Lungentuberkulose; er machte wesentliche Entdeckungen in der Pathogenese der Tuberkulose („Assmann-Herd“) und förderte die Kenntnisse auf dem Gebiet der Erkrankungen der Bewegungsorgane. Sein Werk „Die klinische Röntgendiagnostik der inneren Erkrankungen“ erschien in mehreren Auflagen.

Lit.: Der Große Brockhaus, Bd. 1.

Bild: Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften an der Universität Leipzig

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Assmann

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