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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Balluseck, Lothar von

Schriftsteller

* 1906, 06.07.
Lyck/Ostpr.

† 1982

Als Sohn eines Offiziers geboren, besuchte der Schriftsteller Lothar von Balluseck das Kadettenkorps in Potsdam und die Staatliche Bildungsanstalt in Berlin-Lichterfelde. Nach buchhändlerischer und verlegerischer Ausbildung war er in der Öffentlichkeitsarbeit für Einzelunternehmen tätig, seit 1937 Vertriebsleiter beim Deutschen Verlag (Ullstein) in Berlin, 1945-1947 Verlagsreferent bei der Deutschen Zentralvermittlung für Volksbildung in der SBZ. Er war anschließend journalistisch tätig, in der Verlagsberatung und der Öffentlichkeitsarbeit der Verbände, seit 1955 geschäftsführender Gesellschafter bei der ESTO Public Relations- und Verlagsgesellschaft KG und Direktor des Hohwacht-Verlages in Bad Godesberg. Er war Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Verlages Volk und Wissen, Gründungsmitglied der „Aktion Gemeinsinn“ und Initiator der „Godesberger Gespräche“.

Er schrieb „Deutsche über Deutschland“ (1946), „Dichter im Dienst. Der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur“ (1956), „Frei sein wie die Väter? Geschichte der Freiheit in Deutschland“ (1959), „Literatur und Ideologie“ (1963), „Selbstmord – Tatsachen, Probleme, Tabus, Praktiken“ (1965), „Apolitikon – Linke Worte, recht verstanden“ (1969), „Gold und Blech“ (1969) und gab heraus „Gedichte von drüben“ (1963), „Geschichten von drüben“ (1964), „Politische Text- und Bildsammlung für Schule und Unterricht“ (1972).

 Bild: „Frei sein wie die Väter? Geschichte der Freiheit in Deutschland“ (1959)

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