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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Barth, Johannes

Theologe

* 1919, 28.10.
Kienberg an der Moldau

† 2004

Barth besuchte von 1933 bis 1939 das Gymnasium in Mariaschein und bestand das Abitur nach Auflösung dieser Schule in Krummau. Sein Theologiestudium konnte er erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Königstein im Taunus absolvieren. 1952 empfing er die Priesterweihe.

Er arbeitete als Vikar an der Kinderheilstätte Wangen im Allgäu und später in Geislingen an der Steige und erhielt 1953 das Kurat in Frauental. Ihm oblag insbesondere die geistliche Betreuung der Ungarn- und Sudetendeutschen. In Brezfeld baute er später eine neue Pfarrgemeinde auf, zu der er verstreut in Notunterkünften lebende Katholiken sammelte.

Zusammen mit der Ackermann-Gemeinde schuf er ein Kinderheim und 100 Arbeitsplätze für Frauen. 1962 wurde er als Pfarrer nach Schwäbisch-Hall, 1965 zum Ordinariatsrat und Seelsorgsreferenten nach Rottenburg berufen. Hier konzipierte er mit die Satzungen der nachkonziliaren Gremien in den Kirchengemeinden, in Dekanaten und im ganzen Bistum, wie auch die überpfarrliche Zusammenarbeit in Pfarrverbänden. 1970 wurde Barth zum Monsignore, 1972 zum Domkapitular ernannt. Er übernahm die Seelsorge für die Spätaussiedler und Exilgruppen, wurde Vorsitzender der bischöflichen Arbeitsstelle für Heimatvertriebene/Süd und der Arbeitsgemeinschaft katholischer landsmannschaftlicher Vertriebenenverbände im Bistum Rottenburg-Stuttgart.

Als Mitglied des katholischen Flüchtlingsrates wurde er 1975 Prälat und erhielt die Stauffer-Medaille in Silber.

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