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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Bauer-Schwind, Greta

Lyrikerin

* 1904, 04.11.
Brünn/Mähren

† 1944, 13.03.
Brünn

Die Urenkelin des Malers Moritz von Schwind war schon von jungen Jahren an lun­genkrank. Vergebens suchte sie Heilung in Sanatorien der Schweiz, Oberitaliens und Südtirols, sie erlag ihrem Leiden in ihrer Vaterstadt. Doch nicht Verzweiflung, Trostlosigkeit und Existenzangst kenn­zeichnen die Lyrik dieser Dichterin, sondern eine her­zensstarke Zuversicht, die aus der Klage zum Jubel, aus dem Chaos zur „Lichtspur Gottes“ findet. Fern dem sentimentalen Ton sogenannter „Frauenlyrik“, vielmehr an den großen Form-Meistern Rilke und George orien­tiert, ohne darum im geringsten an Eigenwilligkeit zu verlieren, zeichnen die Gedichte Greta Bauer-Schwinds sich durch hohe Musikalität, sprachliche Zucht und Gedan­kenreichtum aus.

Die Titel ihrer Werke sind: „Licht und Erde“ (1936), „Gott schuf die Welt aus Liebe“ (1938), „Die Zauberflöte – eine Novelle“ (1939), „Die Stimm­gabel“ (1940), „Der Traum der Gefangenen“ (1941). Posthum erschienen im Zsolnay Verlag in Wien „Die Echogesänge“ (1948) sowie eine Auslese der früheren Gedichte unter dem Titel „Und dennoch Sterne“ (1954). Vor allem der letzte Lyrikband „Die Echogesänge“ wurde von den Kritikern außerordentlich hoch bewertet.

Bibl.: F. C. Steinermayr, Die Lyrikerin Greta Bauer-Schwind. In: Sudetendeutscher Kulturalmanach V, München 1964.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Bauer-Schwind

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