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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Berenz, Adam

Theologe

* 1898, 19.09.
Apatin/Batschka

† 1968, 21.10.
Kalotschau/Ungarn

Berenz entstammt einer armen Korbflechterfamilie. Nachdem er im Jesuitengymnasium von Kalotschau die Reifeprüfung abgelegt hatte, absolvierte er seine theologischen Studien. Als Kaplan war er in mehreren Gemeinden im Batschgau tätig. 20 Jahre lang wirkte er in der größten donauschwäbischen Gemeinde Apatin. 1933 übernahm er die Leitung des Vikariats der neuerbauten Herz-Jesu-Kirche in Apatin. Berühmt war er als Kanzelredner, später wurde er Domprediger in Kalotschau.

Bekannt wurde Berenz in dem seit 1935 zwischen nationaler und religiöser Erneuerung entbrannten Kampf der Deutschen in Jugoslawien und später in Ungarn. Er war Schriftleiter der seit 1935 erscheinenden katholischen Wochenzeitung „Die Donau“ (Apatin). 1944 wurde er verhaftet. Seine polemischen und aufklärenden Artikel sind der dokumentarische Beweis für eine religiös-kirchliche Bewegung, die den Nationalsozialismus offen ablehnte und bekämpfte.

Bibl.: Michael Merkl, Weitblick eines Donauschwaben, 1968; Michael Lehmann, Die katholischen Donauschwaben in den Nachfolgestaaten 1918-1945, 1972.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Berenz

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