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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Clausius, Rudolf Julius Emanuel

Physiker

* 1822, 02.01.
Köslin/Pommern

† 1888, 24.08.
Bonn

Er studierte ab 1840 in Berlin Physik und habilitierte sich dort als Privatdozent. Dann wurde er Lehrer an der Artillerieschule, bis ihn 1855 die Polytechnische Schule nach Zürich berief, wo er 1857 eine ordentliche Professur an der Universität erhielt. 1867 folgte er einem Ruf nach Würzburg, 1869 nach Bonn.

Clausius gilt als der Begründer der media­nischen Wärmetheorie, der Thermodynamik. Er hat deren Grundlagen in seiner Arbeit „Über die bewegende Kraft der Wärme und die Gesetze, welche sich daraus für die Wärme ableiten lassen“ im Jahr 1850 entwickelt. Wichtig wurde seine Abhandlung „Über die Art der Bewegung, welche wir Wärme nennen“. Ferner arbeitete er auf dem Gebiet der kinetischen Theorie der Gase. In seinen Arbeiten über die Elektrizität fanden die Prinzipien der mechanischen Wärmetheorie Verwertung für die elektrischen Erscheinungen. Er entwickelte ein neues elektrodynamisches Grundgesetz.

Wichtige weitere Publikationen: „Abhandlungen über die mechanische Wärmetheorie“ (1864-67), „Über das Wesen der Wärme“ (1857), „Die Potentialfunktion und das Potential“ (1859).

Bibl.: Meyers Konversationslexikon 1894; Brockhaus Enzyklopädie 1968.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Clausius

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