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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Corvinus, Matthias

König von Ungarn

* 1443, 23.02.
Klausenburg/Siebenbürgen

† 1490, 06.04.
Wien

Am 3. Mai 1469 wurde der Ungarnkönig von der Gegenpartei des böhmischen Hussiten Georg Podiebrad zum König von Böhmen gewählt. Breslau, als Podiebrads erklärter Feind, jubelte und feierte dieses Ereignis mit festlichen Gelagen. Als Herrscher Schlesiens zog Corvinus ins Land, begleitet von 2 000 Reitern, un­garischen Magnaten und böhmischen Edlen; er weilte am 21. Mai 1469 in Neiße und hielt bereits am 26. Mai seinen feierlichen Einzug in Breslau, das ihm 400 Reiter und die Schlüssel der Stadt entgegengesandt hatte. Der Rat der schlesischen Hauptstadt huldigte ihm am 31. Mai; im Juni konnte er die Huldigung aller schlesischen Fürsten entgegennehmen. Am 1. Juni hatte er an der Fronleichnamsprozession in der Stadt teilgenommen, am Sonntag darauf wallfahrtete er im strömenden Regen zu Fuß nach Kloster Trebnitz zum Grabe der heiligen Hedwig. Eine neue, glücklichere Zeit schien nach den Hussiten­kriegen für das geplagte Land und seine Hauptstadt an­gebrochen zu sein. Doch den von allen Seiten ersehnten Frieden gab es auch nach dem Tode Georg Podiebrads, am 22. März 1471, nicht; denn jetzt erstand in Ladislaus von Polen ein Gegenkönig, der neue Unruhe schuf, bis Corvinus im Olmützer Vertrag Schlesien behielt (1471).

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Corvinus

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