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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Cracow, Georg

Prof. f. griechische Sprachen, römische Literatur und Mathematik

* 1525, 07.11.
Stettin/Pommern

† 1575, 16.03.
Leipzig

Nach Studium in Rostock und Wittenberg wurde er in Greifswald, dann in Wittenberg Professor für griechische Sprache, römische Literatur und Mathematik. Dann machte er eine bedeutsame Wende durch Übertritt in die juristische Fakultät und siedelte nach Dresden über. Dort wurde er Vertrauter des Kurfürsten August von Sachsen, 1557 kursächsischer Kammerrat, Advokat beim Hofgericht und später Kanzler. Viel Anerkennung erwarb er 1557 durch sein Geschick bei den Religionsgesprächen in Worms, 1559 auf dem Reichstag zu Augsburg, 1561 auf dem Konvent zu Naumburg, wo die evangelischen Stände die Augsburger Konfession von neuem anerkannten.

Cracow war klug, aber auch unnachgiebig. Sein scharfer Gegensatz zur kirchlichen Orthodoxie brachte ihm die Gegnerschaft einflußreicher Nebenbuhler ein. Seine schroffe Art mag dazu beigetragen haben, daß es zu einem völligen Stimmungswechsel bei Hofe kam. Seine Gegner sorgten für einen Prozeß und seine Einkerkerung auf der Pleienburg in Leipzig. Ohne das Urteil abzuwarten, machte er dort seinem Leben ein Ende.

Bibl.: Zedler: Universallexikon aller Wissenschaften und Künste Bd. 15 (dort unter Krackow); Jöcher: Allgemeines Gelehrten-Lexikon.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Cracow

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