Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ehlert, Louis

Musikschriftsteller, Komponist

* 1825, 13.01.
Königsberg i.Pr.

† 1884, 04.02.
Wiesbaden

Der Musikschriftsteller und Komponist begann seine Laufbahn als Kaufmann, gab diesen Beruf jedoch bald auf und studierte seit dem Jahre 1845 am Konservatorium in Leipzig bei Mendelssohn und Schumann und später in Wien und Berlin Musik und ließ sich 1850 in Berlin nieder, wo er mit Erfolg als Musiklehrer und als Referent tätig war. Er lebte mehrere Jahre in Italien. Nachdem er von 1869-1871 an Tausigs Schule für Klavierunterricht in Berlin tätig gewesen war, siedelte er nach Wiesbaden über (1873).

Ehlert komponierte vor allem Lieder und Klavierwerke, die heute leider kaum noch bekannt sind. Er trat auch mit größeren Werken hervor, so der „Frühlingssymphonie“, der Hafis-Ouvertüre, einem „Requiem für ein Kind“. Größer war sein Erfolg als Schriftsteller, vor allem mit seinen „Briefen über Musik an eine Freundin“ (1859). Als Muster musikästhetischer Analysen haben seine musikkritischen Aufsätze ihn überdauert. Er gehörte zu den ersten, die anläßlich der Erstaufführung des „Parzival“ von Richard Wagner diesen eingehend gewürdigt haben. Zu seinen Arbeiten gehören weiterhin der Essayband „Aus der Tonwelt“ und die Reiseerinnerungen „Römische Tage“, die mehrere Auflagen erlebt haben.

Bibl.: v. Seile: Ostdeutsche Biographien (Würzburg 1955).

Weblink: https://www.wiesbaden.de/kultur/stadtgeschichte/persoenlichkeiten/louis-ehlert.php

 

Wünschen Sie Änderungen oder Ergänzungen? Dann schreiben Sie uns dies bitte mit Angabe der betreffenden Person.