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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ferch, Franz

Maler

* 1900, 04.09.
Rudolfsgnad/Banat

† 1981, 20.11.
Freiburg/Breisgau

Als Sohn eines Notars geboren, besuchte er 1910-1914 die Perjamoscher Bürgerschule, 1914-1918 eine Kadettenschule bei Wien; 1918-1919 Fronteinsatz bzw. Gefangenschaft; kehrte 1919 nach Perjamosch zurück, erlernte bis 1921 das Tischlerhandwerk. 1922 Studium der Raumgestaltung und der Innenarchitektur an der Dresdener Kunstgewerbeschule; 1925-1927 Studium bei Prof. Karl von Marr und Franz von Stuck an der Münchener Akademie für bildende Künste, 1929-1931 wohnte er im Deutschen Künstlerheim in Temeschburg, 1931-1934 in Perjamosch; 1934-1935 Italienaufenthalt als Gast der Deutschen Akademie in Rom; 1935-1938 wohnte und wirkte er in Semlak; 1939-1943 Militärdienst und Fronteinsatz als Angehöriger des rumänischen Heeres; 1948-1952 wirkte er als Lehrkraft am Temeschburger Lyzeum für bildende Kunst. 1950 zog er nach Temeschburg. Im Herbst 1979 im Zuge der Familienzusammenführung in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelt, lebte er in Freiburg im Breisgau.

Er war einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des Banater Deutschtums. Seine expressiven Monumentalbilder brachten ihm 1939 die Verleihung des Prinz-Eugen-Preises der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung der Wiener Universität ein. Nach 1945 erhielt er eine Reihe von rumänischen Verdienstorden; eine Auswahl seiner wichtigsten Gemälde bringt A. Podlipny-Hehn.

Bibl.: Annemarie Podlipny-Hehn: Franz Ferch. Künstlermonographie. Kriterion, Bukarest 1975, S. 59; Franz Heinz: Franz Ferch und seine Banater Welt. Südostdeutsches Kulturwerk, München 1988; Walter Engel/ Franz Heinz: Franz Ferch – Mensch und Werk. Bilder aus dem Banat. Westkreuz, Berlin 1991, S. 108.

Weblinks: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Ferch; https://www.banaterra.eu/german/content/ferch-franz

Bild: Fotosammlung: H. Kremper-Fackner

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