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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Finck, Werner

Kabarettist, Filmschauspieler, Schriftsteller

* 1902, 02.05.
Görlitz/Niederschlesien

† 1978, 31.07.
München

Er war der Sohn eines Apothekers. Mit 17 Jahren ging er zur Kunstakademie nach Dresden, wechselte aber recht bald zur Bühne über. 1929 mitbegründete und leitete er in Berlin das Kabarett „Die Katakombe“. Mit der Waffe des Witzes stellte er die Machthaber im Dritten Reich bloß. Berufsverbot und wiederholte Verhaftungen waren die un­ausbleibliche Folge. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er auf Vortragsreisen, quer durch Europa und Südamerika. 1948 kam er nach Stuttgart und übernahm dort die Lei­tung des Kabaretts „Die Mausefalle“. Er erwies sich als Meister der Andeutung, pflegte einen hintergründigen, sarkastischen Stil. Später zog er sich vom Kabarett zurück und betätigte sich vorwiegend als Filmschauspieler und auch schriftstellerisch. Weite Verbreitung fanden seine „Fincken-Schläge“, Prosa und zerstreute Verse, 1953, die inzwischen auch als Taschenbuch erschienen sind.

(1972)

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