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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Förster, Heinrich

Fürstbischof von Breslau

* 1800, 24.11.
Groß-Glogau/Schlesien

† 1881, 20.10.
Johannisberg/Böhmen

Heinrich Förster studierte Theologie in Breslau, wurde 1825 zum Priester geweiht, war Kaplan in Liegnitz, Pfarrer in Landeshut und wurde 1837 Domkapitular, erster Domprediger und Inspektor des Klerikalseminars in Breslau. Er erwarb sich in Kürze den Ruf eines der bedeutendsten Kanzelredner der katholischen Kirche in Deutschland. Im Sommer 1848 wurde er als Mitglied in die Nationalversammlung zu Frankfurt am Main als Nachfolger Melchior von Diepenbrocks gewählt, dessen Biographie er geschrieben hat, die drei Auflagen erlebte. Er wurde am 19. Mai 1853 Fürstbischof von Breslau.

Förster ist auch häufig als Schriftsteller hervorgetreten. Von besonderer Bedeutung und Wirkung war sein Werk „Der Ruf der Kirche in der Gegenwart“, das in vier Auflagen erschienen ist. Seine Predigten und Hirtenbriefe sind in mehreren Sammlungen veröffentlicht worden.

Zur Breslauer Theologischen Fakultät stand er zeitweilig im Gegensatz. Auf dem Vatikanischen Konzil in Rom trat er zunächst gegen das Unfehlbarkeitsdogma auf, fügte sich jedoch in der Folgezeit. Während des Kulturkampfes wurde er am 6. Oktober 1875 als Fürstbischof abgesetzt, nachdem er sich schon zuvor nach Schloß Johannisberg in den österreichischen Teil seiner Diözese begeben hatte, den er bis zu seinem vor 100 Jahren erfolgten Tode verwaltet hat.

In 6 Bänden gesammelt erschienen seine „Kanzelvorträge“ (1854).

Bibl.: Götz von Seile: Ostdeutsche Biographien. Würzburg 1955.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_F%C3%B6rster_%28Bischof%29

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