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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Franzel, Emil

Historiker, Schriftsteller, Publizist

* 1901, 29.05.
Haan/Sudetenland

† 1976, 03.07.
München

Der Historiker, Schriftsteller und Publizist Emil Franzel, des­sen Vorfahren Bauern, Handwerker und Müller im Sudeten­land und Schlesien waren, absolvierte das Duxer Gymnasium und studierte in Prag, Wien und München Geschichte und Germanistik. Als junger Journalist engagierte er sich politisch zunächst in der sozialdemokratischen Partei mit Distanz zum Marxismus. Anfang der 30er Jahre stellte er sich an die Spitze der Sudetendeutschen Erneuerungsbewegung im Rahmen dieser Partei, was zum Konflikt und 1937 zum Aus­tritt führte. Danach war er Leiter der Prager Volksbildungs­stätte und während des Krieges am Böhmischen Landes­museum und an der Universitätsbibliothek Prag wissen­schaftlich tätig. Nach dem Krieg lehrte er zunächst an der Oberrealschule in Weilheim in Bayern, dann als Dozent an der philosophisch-theologischen Hochschule St. Stephan in Augsburg. 1951 bis 1963 war er Bibliothekar in der Bayeri­schen Staatsbibliothek in München.

Während seines ganzen Lebens hat er zugleich als Journalist gewirkt sowie auch eine Reihe historischer und literarischer Schriften verfaßt. Auch als Redner machte er sich einen Namen. Den vertriebenen Deutschen, vor allem seinen sudetendeutschen Landsleu­ten, ist er als temperamentvoller Kolumnist im „Volksboten” sowie auch als Verfasser einer „Sudetendeutschen Geschich­te” lebhaft in Erinnerung. Auch seine „Geschichte unserer Zeit, 1870 bis 1950″ erreichte mehrere Auflagen. Er schrieb ferner den Prager Roman „Unter dem Hradschin” (1961) und weitere Werke unter dem Pseudonym „Carl von Boeheim”.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Franzel

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