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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Freytagh-Loringhoven, Alexander Baron von

Redakteur, Politiker

* 1878, 01.12.
Arensburg auf Oesel/Estland

† 1942, 28.10.
Breslau

Der Landratssohn studierte Rechtswissenschaften in Dorpat (1897-1901), setzte seine Studien in München fort, wurde 1906 Mitarbeiter am „Revaler Beobachter“, 1908 in St. Petersburg politischer Redakteur der „St. Petersburger Zeitung“ und Privatdozent an der Universität, 1910 außerordentlicher Professor des Staatsrechts in Jaroslawl, 1911 außerordentlicher und 1915 ordentlicher Professor des Römischen Rechts in Dorpat. 1915 promovierte er in Charkow zum Dr. jur. und kam 1917 nach Breslau, wo er Professor für Slawisches Recht wurde. Als deutsch-nationaler Politiker wurde Freytagh 1921 Mitglied des Schlesischen Provinziallandtages und 1924 Mitglied des Reichstages. 1933 war er maßgeblich an der Selbstauflösung der Deutschnationalen Volkspartei beteiligt, wurde im gleichen Jahr Preußischer Staatsrat und 1934 Mitglied des Ständigen Internationalen Schiedshofs in Den Haag.

Zu seinen Werken zählen Schriften über Fragen des bürgerlichen Rechts in deutscher und russischer Sprache, eine „Geschichte der russischen Revolution“ (1919), „Gesetzgebung der russischen Revolution“ (1920), „Die Entwicklung des Bolschewismus und seine Gesetzgebung“ (1921), „Die Weimarer Verfassung in Lehre und Wirklichkeit“ (1924), „Die Satzungen des Völkerbundes“ (1926), „Deutschnationale Volkspartei“ (1931), „Das Mandatsrecht der deutschen Kolonien“ (1938). Er war Herausgeber der Monatsschriften „Völkerbund und Völkerrecht“ (1934-1938) und „Außenpolitik“ (1933 bis 1941).

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