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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Friedländer, Ludwig

Philologe, Kulturhistoriker

* 1824, 16.07.
Königsberg i.Pr.

† 1909, 16.12.
Straßburg

Ludwig Friedländer, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, klassischer Philologe an der Universität Königsberg/Pr., hatte seine Haupteindrücke an der Leipziger Universität gewonnen. Er beschäftigte sich mit der Sitten- und Kulturgeschichte und habilitierte sich 1874 in Königsberg, wo er von 1858 bis 1892 Ordinarius war und als Vertreter der Universität dem Preußischen Herrenhaus angehörte. Seine Hauptwerke waren die „Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms“ (1862-1871), die zehn Auflagen erlebten und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Außerdem beschäftigte er sich mit der Religion der Griechen. Seinen Lebensabend verbrachte er in Straßburg, wohin er seinem Schwiegersohn, dem Kunsthistoriker Georg Dehio, gefolgt war. Neben Philologie und Kulturgeschichte pflegte er auch die Archäologie.

Bibl.:  Deutsch-baltisches biographisches Lexikon.

Bild: Wikipedia

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Friedl%C3%A4nder

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