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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Friederici, Hermann von

russischer General

* 1779, 04.08.
Wesenberg/Estland

† 1869, 01.03.
Koil/Estland

Der Rittergutsbesitzer war auf verschiedenen Gebieten wissenschaftlich tätig. Im Alter von 8 Jahren als Korpo­ral in die Listen der russischen Leibgarde zu Pferde ein­getragen, trat er 1796 im Rang eines aktiven Hauptmanns in ein Infanterieregiment ein. Mit 18 Jahren dem Gene­ralstab zugezählt, wurde er 1802 zum Studium der Astronomie zur Akademie der Wissenschaften komman­diert. Als Generalstabs-Major war er 1803 der 1. zaristi­schen Sondergesandtschaft nach Japan zugeteilt; an Bord der berühmten „Nadjeshda“ machte er die erste Welt­umsegelung eines russischen Flottenverbandes unter sei­nem Landsmann Adam Johann von Krusenstern mit. In den Napoleonischen Kriegen nahm er an den Schlachten bei Landsberg, Pr. Eylau, Heilsberg und Friedland teil, erhielt die höchsten russischen Kriegsauszeichnungen, den preußischen Pour le mérite und den „Goldenen Degen“ mit der Inschrift „Für Verdienste“. Er wurde 1808 Oberst und Regimentskommandeur, war im 2. Finn­land-Krieg am Übergang über den Bottnischen Meerbusen beteiligt, wurde 1810 (mit 41 Jahren) in Kämpfen auf türkischem Boden zum Generalmajor befördert, nahm 1813 seinen Abschied und widmete sich seinem Gut und wissenschaftlichen Studien. Er kehrte 1820 in zaristische Dienste zurück, war 1826–1869 kaiserlicher Schloß- und Stadtkommandant von Pawlowsk und wurde 1829 zum Generalleutnant und 1848 zum General en chef befördert.

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