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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Gierke, Julius von

Jurist

* 1875, 05.03.
Breslau

† 1960, 02.08.
Göttingen

Als Sohn des Geheimen Justizrates Otto von Gierke in Breslau geboren, besuchte Julius von Gierke das Marien-Magdalenen-Gymnasium in seiner Vaterstadt, das Wilhelmsgymnasium in Berlin und die Ritterakademie Brandenburg. Er studierte Rechtswissenschaften in Breslau, Heidelberg und Berlin und promovierte im Jahre 1898 zum Dr. jur. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er als Privatdozent in Göttingen (1901). Im Jahre 1904 wurde er als Professor nach Königsberg i. Pr. berufen, 1919 nach Halle, 1925 nach Göttingen. Emeritiert 1938. Gierke lehrte Allgemeines Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte, Privatrecht, Handelsrecht, Schiffahrts- und Versicherungsrecht. Zu seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gehören: „Geschichte des deutschen Deichrechts“ (1901 bis 1918), „Handels- und Schiffahrtsrecht“ (1921), „Die deutsche Hansa“ (1918), „Die erste Reform des Freiherrn vom Stein“ (1924), „Sachenrecht des BGB“ (1925), „Versicherungsrecht“ (1937-1948), „Große deutsche Juristen der Vergangenheit“ (1949), „Widerstandsrecht und Obrigkeit“ (1956), „Freiherr vom Stein“ (1957). Sein Bruder, Prof. Dr. med. Edgar von Gierke (geb. 9. Februar 1877 in Breslau) war (seit 1908) Professor der Bakteriologie an der Technischen Hochschule in Karlsruhe.(1975)

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