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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hahn, Carl Hugo

Theologe

* 1886, 22.09.
Reval/Estland

† 1957, 05.11.
Dresden

Der Landesbischof von Sachsen (1947-1953) Carl Hugo Hahn, ein Sohn von D. theol. h. c. Traugott Hahn (l1848-1939), Pastor zu St. Olai in Reval, besuchte nach häuslichem Unterricht die St.-Annen-Schule zu St. Petersburg und studierte von 1904-1909 Theologie an der Universität zu Dorpat. Er studierte, nach dem Probejahr bei Propst Thomson in Haggers (Estland) und bei Pastor Hesse in Reval, im Jahre 1910 in Berlin und war Pastor in Kreuz (1910-1916) und in Nissi (1916-1919) in Estland. Er verließ im Jahre 1919 die Heimat, wurde im gleichen Jahr Pastor in Worbis (Provinz Sachsen) und war von 1927-1930 Pfarrer an der Thomaskirche in Leipzig und von 1930-1938 an der Frauenkirche in Dresden, auch Superintendent der Euphorie Dresden-Land. Im Jahre 1938 vom nationalsozialistischen Gauleiter aus Sachsen ausgewiesen, wirkte er als Stadtvikar in Stuttgart-Hedelfingen und 1946 in Zuffenhausen als Pfarrer. Im Jahre 1947 wurde er als Landesbischof von Sachsen nach Dresden berufen. In schwieriger Zeit hat er sechs Jahre lang dieses verantwortungsvolle Amt wahrgenommen, bis ihn Krankheit im Jahre 1953 zum Rücktritt zwang. Die Universität zu Leipzig ernannte Landesbischof Hahn, den Sproß einer angesehenen baltischen Pastorenfamilie und Bruder des bekannten baltischen Märtyrers Prof. D. Traugott Hahn (l 875-1919) zum D. theol. h. c.

Lit.: Deutschbaltisches Biographisches Lexikon (Köln/Wien 1970); Der Große Brockhaus, Bd. 5; Erik Thomson: „Traugott Hahn (Gießen 1954); Erik Thomson: „Traugott Hahn (Vater)“ (Lahr 1958); Erik Thomson: „Hugo Hahn“ (Stuttgart 1956).

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