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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hamm, Franz

Journalist, Politiker

* 1900, 18.03.
Neuwerbaß/Batschka

† 1988, 05.08.
Bad Bodendorf

Franz Hamm zu Neuwerbass (Batschka, damals Ungarn, seit 1918 Jugoslawien), Handwerkersohn, Gymnasium, Studium Belgrad, Wien, Heidelberg, Mannheim – Hochschule für Wirtschaftswissenschaften. In der Heimat zunächst im landwirtschaftlichen Genossenschaftswesen, dann Journalist, (Deutsches Volksblatt, Neusatz), Schriftleiter der Zeitschriften „Volkswart“, „Volk und Heimat“; Präs.-Mitglied des Jugoslawischen Presseverbandes, Belgrad. Kommunalpolitiker: Stadtrat, Neusatz, Komitatsrat; Parlamentsmitglied (Belgrad, Budapest), Weltlicher Vorsitzender der evangelischen Kirchengemeinde Neusatz, weltl. Landeskirchenpräsident. Als Vors. d. Verb. d. deutschen Akademikerbegegnungen mit serbischen kulturellen Organisationen Mitarbeiter an serbischen und ungarischen Zeitschriften. Er trat für die Erforschung der Heimatgeschichte und für das muttersprachliche Schulwesen ein. Mitarbeit in ökumenischen Kreisen. Nach Verlust der Heimat Betreuung von Trecks; Flüchtlingsarbeit im evangelischen Pfarramt Salzburg. Hamm gehörte der Ersten Bundesversammlung 1949 an; im Bundesvertriebenenministerium wirkte er 1950-1965. Am 3.9.1949 fand auf seine Initiative in Stuttgart die Gründung der Landsmannschaft der Deutschen aus Jugoslawien statt, war bis 1958 ihr Vorsitzender und Sprecher; Mitbegründer der Vereinigten Ostdeutschen Landsmannschaften – VOL, später VDL, Präsidialmitglied des Ostdeutschen Kulturrates (Vizepräsident) 1950; derzeit (1980) Mitglied des Beirates der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat; Mitbegründer des Südostdeutschen Kulturwerks September 1949, seither Vorsitzender; Mitglied des Ostkirchenausschusses; von 1950 bis 1966 Vorsitzender des Konvents der zerstreuten evangelischen Ostkirchen. Hamm ist Verfechter des Patenschaftsgedankens.

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