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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hensel, Friedrich

Hauptmann, Ingenieur

* 1781, 13.08.
Kronstadt/Siebenbürgen

† 1809, 17.05.
Malborgeth/Kärnten

Der„sächsische Leonidas“ absolvierte 1801 die Genieschule in Wien als Kadett. Er wurde, „wahrhaft genial und unermüdet in seinem Beruf, schon nach einem Jahr Oberleutnant des Ingenieurkorps und 1807 Hauptmann. Er wurde 1808 nach Kärnten geschickt, um die Befestigungsbauten bei Malborgeth zu leiten, die freilich nichts weiter waren als ein kleines System von Schanzen und Blockhäusern. Bei Ausbruch des Krieges äußerte er sich: „Ein herrliches Grab wie das des Leonidas und seiner Spartaner bei den Termopylen.“ Hensel erbittet sich von Erzherzog Johann am 13. Mai 1809 die Verteidigung der unzulänglichen Befestigung. Nach anfänglichen Erfolgen gegen eine hundertfache Übermacht der Franzosen erlag die Verteidigung der Österreicher am 17. Mai der französischen Übermacht im Nahkampf. Hensel fiel „von Bajonetten förmlich durchsiebt“. Der Widerstand Hensels aber hielt den französischen Vormarsch vier Tage lang auf und rettete viele Tausende vor Vernichtung. Denn am 22. Mai wurde Napoleon zum erstenmal geschlagen. Eine mächtige Pyramide, an deren Fuß ein sterbender Löwe liegt, den Speer in der Brust, erhebt sich noch heute an der Straße: „Zur Erinnerung an den Heldentod des k. k. Ingenieurs Hauptmann Friedrich Hensel am XVII. Mai MDCCCIX und der mit ihm gefallenen Kampfgenossen. Kaiser Ferdinand I.“

Bibl.: Heinrich Zillich: Friedrich Hensel ein deutscher Leonidas. Sein Lebensbild in Briefen. München 1967, 93 S. (Südostdeutsches Kulturwerk, Kleine Südostreihe, Heft 8).

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