Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Herrmann, Alfred

Journalist, Historiker

* 1879, 26.12.
Hohensalza/Posen

† 1960, 19.11.
Berlin

Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Breslau, wo er 1903 zum Dr. phil. promovierte, war der Journalist und Historiker Herrmann von 1906 bis 1912 Schriftleiter der „Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein“. Er wurde 1906 Privatdozent für mittlere und neuere Geschichte in Berlin. Er war von 1913 bis 1919 Professor an der Akademie in Posen und von 1914 bis 1918 Leiter der Presseabteilung beim Stellvertretenden Generalkommando in Posen. Nachdem Herrmann 1919/20 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung gewesen war, finden wir ihn von 1920 bis 1924 als Hauptschriftleiter und Verlagsdirektorin Oldenburg und Kiel. 1924 bis 1932 als Leitartikler des Hamburger Fremdenblattes. Herrmann war von 1926 bis 1932 Honorarprofessor der Universität Hamburg, wo er zu den einflußreichsten liberalen Journalisten seiner Zeit gehört hat. Von 1933 bis 1935 war er Hauptgeschäftsführer des Reichsverbandes der deutschen Presse, von 1936 bis 1939 Verlagsdirektor in Dresden und in Berlin. Von 1947 bis 1949 war Herrmann wieder als Honorarprofessor in Hamburg tätig; 1949 ging er als Ordinarius an die Technische Universität Berlin (bis 1954), von 1951 bis 1956 war er Erster Vorsitzender der Bonner Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Zu den Veröffentlichungen Herrmanns gehören u. a. „Der Aufstieg Napoleons“ (1912), „Hamburg und das Hamburger Fremdenblatt“ (1928), „Berliner Demokraten“ (1948), „Technische Universität Berlin“ (1955).

(1979)

Wünschen Sie Änderungen oder Ergänzungen? Dann schreiben Sie uns dies bitte mit Angabe der betreffenden Person.