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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hohlbaum, Robert

Schriftsteller

* 1886, 28.08.
Jägerndorf/Österr.-Schlesien

† 1955, 04.02.
Graz

Einer Familie von Forstleuten entstammend, besuchte Rudolf Hohlbaum Oberschulen in Jägerndorf und Troppau, studierte an den Universitäten Graz und Wien Germanistik und Geschichte und promovierte zum Dr. phil. Er wurde Universitätsbibliothekar in Wien, war Mitarbeiter der „Muskete“, Feuilletonist beim „Wiener Mittag“, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der Deutschen Universität in Prag und nahm als Reserveoffizier von 1914-1918 am Ersten Weltkrieg teil. Von 1937-1942 war Hohlbaum Direktor der Stadtbücherei Duisburg und anschließend (bis 1945) der Thüringischen Landesbibliothek in Weimar. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er zunächst in Henndorf bei Salzburg, später in Graz. Sein literarisches Werk umfaßt die Gedichtbände „Deutschland“ (1923), „Vaterland“ (1923), „Balladen vom Geist“ (1941), „Von den kleinen Dingen“ (1942), Romane mit zumeist historisch-politischer Romantik, so „Das Vorspiel“ (1918), „Grenzland“ (1921), „Zukunft“ (1922), „Trilogie Frühlingssturm“ (1924-1926), „Trilogie Volk und Mann“ (1931-1934), den Goethe-Roman „Sonnenspektrum“ (1951), „Te Deum“ (1950), ein Bruckner-Roman „Jesuslegende“ (1950), „König von Osterreich“ (1954), Novellen: „Unsterblich“ (1919), „Fallbeil und Reifrock“ (1921), „Der Held von Kolberg“ (1935), und Dramen: „Gewitter im Vormärz“, „Lombardische Nacht“ (1938). Hohlbaum wurde ausgezeichnet mit dem Bauernfeld-Preis (1921), dem Preis der „Kölnischen Zeitung“ (1924), dem Kulturpreis der Stadt Troppau (1944), dem Adalbert-Stifter-Preis (1951) und dem Rosenring des Oberösterreichischen Künstlerbundes (1952).

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