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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Holst, Erich von

Zoologe

* 1908, 28.11.
Riga/Livland

† 1962, 25.05.
Seewiesen/Oberbayern

Schon als Schüler kam er mit seinen Eltern nach Danzig. In Kiel studierte er Zoologie, nach einem Zwischenstudium in Wien promovierte er in Berlin zum Dr. phil. Er ging als Assistent zur Zoologischen Station nach Neapel, arbei­tete dann am Institut für animalische Physiologie in Frank­furt am Main und am Zoologischen Institut in Göttingen, wo er sich 1938 habilitierte. 1946 wurde er als Ordinarius für Zoologie nach Heidelberg berufen. Er war Mitbegründer des Max-Planck-Instituts für Meeresbiologie in Wilhelmshaven, dessen stellvertretender Direktor er 1948 wurde. 1954 wurde er Direktor des ebenfalls von ihm mitbegrün­deten Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Seewiesen am Starnberger See. Er wurde in die Göttinger, Heidelberger und Münchner Akademie der Wissenschaften und in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopol­dina in Halle an der Saale berufen. In über achtzig wissen­schaftlichen Publikationen beschäftigte er sich vorwiegend mit Sinnesphysiologie, mit dem Zentralnervensystem und dem Tierflug. Er förderte die Erkenntnis der Konvergenz körperlicher und seelischer Vorgänge. In seiner Freizeit widmete er sich der Musik und dem Geigenbau.

Bibl.: Herbert Bernsdorff: „Erich von Holst“ in Baltische Hef­te, 14/1968; Kürschners Gelehrtenkalender, 1961; Degener: „Wer ist wer?“, 1962.

(1972)

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