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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Horneffer, Ernst

Prof. f. Philosophie, Schriftsteller

* 1871, 07.09.
Stettin/Pommern

† 1954, 05.09.
Iserlohn

1918 war er Privatdozent an der Universität Gießen und seit 1920 ordentlicher Professor der Philosophie. Sein Vorbild war die griechische Antike. Er schrieb kultur- und moralphilosophische Werke. In den Jahren 1900 bis 1907 beschäftigte er sich stark mit Nietzsche. 1906 erschien „Das klassische Ideal“, 1914 „Am Webstuhl der Zeit“, 1920 „Der Platonismus der Gegenwart“, 1922 „Der junge Platon“. Nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlichte er eine Arbeit über „Goethe als Künder des Lebens“ und eine „Angewandte Ethik“ (1951). Horneffer, der Nietzsche die Grabrede gehalten hatte, war auch der Herausgeber des Nachlasses Nietzsches, den er zu­sammen mit seinem Bruder, dem Kulturphilosophen August Horneffer, publizierte.

Bibl.: Kürschners Gelehrtenkalender 1954, Brockhaus „Enzy­klopädie“ 8/1969.

(1971)

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