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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hubatius-Himmelstjerna, Ingeborg

Journalistin, Schriftstellerin

* 1889, 11.05.
Warbus/Livland

† 1964, 16.09.
Eßlingen/Neckar

Geboren als Tochter des Rittergutsbesitzers Harald von Samson-Himmelstjerna. Sie studierte Kunst in Dorpat und Dresden. 1914 wurde sie Lernschwester im Diakonissenhaus in Riga. Wegen ihrer Tagebuchaufzeichnungen und Gedichte wurde sie im Ersten Weltkrieg verhaftet und zum Tode verurteilt. Nach der Begnadigung wurde sie in den Ural verbannt. Sie heiratete 1916 in Orenburg den österreichischen Zivilinternierten Karl Hubatius Ritter von Kottnow, flüchtete mit ihm 1918 durch die Ukraine nach Österreich und lebte später auf dem Gut ihres Mannes in Oberbayern. Sie betätigte sich als Journalistin und Schriftstellerin. Von 1941 bis 1945 bewirtschaftete sie ein Gut in Westpreußen und lebte nach der Flucht zuerst in München, dann in Westfalen. 1955 zog sie nach Eßlingen. Sie war Vorstandsmitglied und Mitglied des Ehrenbeirates der Carl-Schirren-Gesellschaft. Ausgezeichnet wurde sie mit der Ehrengabe des baden-württembergischen Ministerpräsidenten und dem ostdeutschen Jugendbuchpreis. Von ihren Büchern sind „Das Tagebuch der Baltin“, 1935, „Hochzeitsreise im Baschkirenland“, 1958, und „Flucht in den Ural“, 1954, die wichtigsten. Alle haben autobiographischen Inhalt. Sie schrieb auch mehrere Lebensbilder, so das der Annette von Droste-Hülshoff, Katharinas I. von Rußland, Anna Pawlowas.

Bibl.: Deutsch-baltisches biographisches Lexikon; Jahrbuch des baltischen Deutschtums 1966 (1965), Baltisches Erbe Bd. 1. Frankfurt a. M. 1964.(1974)

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