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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Hügel, Kaspar

Pädagoge, Volkstumspolitiker

* 1906, 13.08.
Lovrin/Banat


Kaspar Hügel, einem wohlhabenden Bauernhaus des bekannten Heidedorfes Lovrin entstammend, zählt zu den profilierten Vertretern des Banaler Deutschtums. Er studierte in Klausenburg und München, wo er aktiv in der Jugendarbeit tätig war. Mit dem Diplom für Pädagogik, Psychologie und Deutsch ausgestattet, kehrte er 1931 nach Temeschburg zurück und unterrichtete an den für die damalige Zeit bedeutenden Bildungsanstalten im donauschwäbischen Raum, den „Banatiaschulen“. Hügel wurde 1940 zum „Leiter der Banater Gebietsstelle des Schulamtes“ und 1941 zum „Leiter des Schulamtes der Deutschen Volksgruppe in Rumänien“ mit dem Sitz in Kronstadt berufen und war bis August 1944 (Zusammenbruch in Rumänien) für das gesamte deutsche Schulwesen des Landes verantwortlich. Nach der Flucht fand Oberschulrat Hügel mit seiner Familie eine neue Heimat in Lochau (Vorarlberg). Schon früh hat er sich publizistisch betätigt. Besondere Hervorhebung verdienen „Das Banaler deutsche Schulwesen in Rumänien von 1918 bis 1944“, München 1968, sowie „Politik und Schule“, München 1978. Trotz seiner ausgedehnten wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit über Jahrzehnte hinweg versteht sich Kaspar Hügel in erster Linie als Schulmann und Volkstumspolitiker.

Bibl.: Südostdeutsche Vierteljahresblätter (München), Jg. 20 (1970), Heft 4 und „Politik und Schule“, Donauschwäbisches Archiv Reihe l, Bd. 7, München 1978.

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