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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jäger, Stefan

Maler, Graphiker

* 1877, 28.05.
Tschene/Banat

† 1962, 16.03.
Hatzfeld/Banat

Seine Lehrzeit als Maler begann er in Szegedin und setzte sie in Budapest fort. Er widmete sich insbesondere der Por­trätkunst. Als „akademischer Maler“ besuchte er die Kunst­zentren des Westens. Lange hielt er sich in Wien und Mün­chen auf und vertiefte sich in die Malerei der alten Meister. Dann ging er nach Stuttgart und nach Venedig. Auch Paris und Rom besuchte er. In die Heimat zurückgekehrt, ließ er sich in dem Bauernstädtchen Hatzfeld nieder, das sich nach dem Ersten Weltkrieg zum Mittelpunkt des Banater Kultur­lebens entwickelte. 1910 malte er die Gemälde-Trilogie „Die Einwanderung der Schwaben“. Dieses Werk machte ihn im ganzen Banat bekannt. Sein Hauptwerk bilden zahl­reiche Aquarelle und Ölbilder auf denen er das Deutschtum des Banats in der Batschka lebendig einfing. Der Alltag mit seinen Volksfesten fesselte ihn immer wieder, ihn darzu­stellen machte er sich zur wichtigsten Aufgabe. Von 1924 bis 1944 konnte er sich in der Ära der rumänischen Staat­lichkeit künstlerisch und menschlich frei entfalten.

Bibl.: Peter Pink: „Neuland“, 1969.

(1972)

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