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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Jelusich, Mirko

Schriftsteller

* 1886, 12.12.
Semils/Ostböhmen

† 1969, 22.06.
Wien

Der Schriftsteller Mirko Jelusich, Sohn eines kroatischen Vaters und einer sudetendeutschen Mutter, studierte in Wien, promovierte (1912) zum Dr. phil., war zunächst als Bankbeamter, danach als Journalist, als Redakteur der Deutsch-Österreichischen Tageszeitung in Wien (1923-1933) und als freier Schriftsteller tätig, auch als Filmdramaturg und Theaterkritiker. Nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich war er 1938 kurze Zeit kommissarischer Leiter des Wiener Burgtheaters. Jelusich schrieb vorwiegend expressionistische Dramen und war sehr erfolgreich als Verfasser historischer Romane. Zu seinen Dramen gehören u. a. „Das große Spiel“ (1912), „Der gläserne Berg“ (1917), „Don Juan“ (1918, als Roman 1931), „Samurai“ (1942); zu den Romanen gehören „Caesar“ (1929), „Cromwell“ (1933, als Drama 1934), „Hannibal“ (l934), „Der Löwe“ (= Heinrich der Löwe, 1936), „Der Soldat“ (Scharnhorst, 1939), „Der Traum vom Reich“ (Prinz Eugen, 1940), der Jesus-Roman „Die Wahrheit und das Leben“ (1949), „Bastion Europas“ (1951), „Talleyrand“ (1954), „Der Stein der Macht“ (1958), „Schatten und Sterne“ (1961), „Asa von Agder“ (1965). Er veröffentlichte auch anekdotische Geschichten aus dem Wienerwald, aus dem alten Österreich, rund um den Heurigen und um das Wiener Künstlerhaus. Er erhielt den Grillparzer-Preis der Stadt Wien (1943) und war außerordentliches Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Wiens (1944).

(1979)

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