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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kahle, Paul

Theologe, Prof. f. Orientalistik

* 1875, 21.01.
Hohenstein/Ostpr.

† 1964, 24.09.
Bonn

Als Sohn des Provinzialschulrats und Geheimrats Prof. D. theol. Ernst Kahle geboren, studierte Paul Kahle an den Universitäten Marburg a. d. Lahn, Halle und Berlin Theologie. Er war von 1902-1903 Pfarrer und Schulleiter in Braila in Rumänien, 1903-1908 Pfarrer und Leiter der deutschen Schule in Kairo, wurde 1909 Privatdozent in Halle, war 1909-1910 Mitarbeiter am Deutschen Evangelischen Institut für Altertumskunde in Jerusalem, 1914 ordentlicher Professor für Orientalistik in Gießen, seit 1923 in Bonn, Honorarprofessor der Universität Münster (1953). Emeritiert 1939. Paul Kahle, Dr. phil., Lic. theol., D. tL, D. Litt., D. D., D. of Hebrew Letters, war Inhaber zahlreicher hoher deutscher und ausländischer Auszeichnungen und Mitglied mehrerer Akademien und Gesellschaften, so der Königlich Belgischen Akademie der Wissenschaften (1947), der Deutschen Akademie der Wissenschaften (1947), der Brit. Acad. (1948), der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (1952), des Higher Inst. f. Coptic Studies in Cairo (1954) und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (1958). Neben zahlreichen Beiträgen in Sammelwerken und wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichte er Schriften über moslemische Heiligtümer in Palästina, islamische Schattenspiele in Ägypten, Volkserzählungen aus Palästina, Untersuchungen zur Geschichte der Pentateuchtexte, zur Geschichte des mittelalterlichen Alexandria, Totenklage im heutigen Ägypten, über die hebräischen Handschriften, über chinesisches Porzellan u. a. m. Er war von 1932-1938 Herausgeber der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.(1975)

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