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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Keyserlingk, Christian Heinrich Reichsgraf von

Politiker

* 1727, 01.08.
Lesten/Kurland

† 1787, 21.11.
Königsberg i.Pr.

Der in Dresden, Gotha und Danzig erzogene Politiker studierte seit 1741 Staatswissenschaften. 1745 schlug ihn der Kaiser bei der Krönung in Frankfurt/M zum Ritter. Seinen Vater, den russischen Botschafter, begleitete er nach Regensburg und Berlin und machte anschließend eine Kavalierstour nach Italien, England und Frankreich. 1750 nahm er als kursächsischer Justizrat an Beratungen über den Codex Augustinus in Dresden teil. Drei Jahre später wurde er in Wien zum kaiserlichen Kämmerer und Wirklichen Reichshofrat ernannt. Zehn Jahre danach trat er in russische Dienste und wurde mit dem Rang eines Generalleutnants der Warschauer Gesandtschaft beigegeben. Von Keyserlingk schied aus den russischen Diensten aus und heiratete in Königsberg in zweiter Ehe eine Gräfin Keyserlingk. Er machte sein Haus zum geistigen Mittelpunkt. An der Tafel fanden sich die geistreichsten Menschen Ostpreußens ein, voran Professor Kant. Als Verehrer Friedrichs d. Gr. trat er für die Wiedervereinigung der polnischen westpreußischen Lande mit dem Preußischen Staat ein.

Bibl.: Altpr. Mon. Schr. 48, S. 77; Goldbeck: Lit. Nachr. 2, S. 44.(1977)

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