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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Klöden, Otto

Erziehungswissenschaftler

* 1895, 16.05.
Görlitz/Niederschlesien

† 1982
Reutlingen

1914 bestand er in Reichenbach O/L die erste Lehrerprüfung. 1914-1918 nahm er als Offizier am Ersten Weltkrieg teil, ging in den Volksschuldienst, begann 1921 das Studium an der Universität Breslau (germ., hist., phil., päd.), promovierte 1927 zum Dr. phil., bestand beide Staatsexamina für den höheren Schuldienst und wurde 1935 als Professor für Erziehungswissenschaft und Allgemeine Didaktik an die Hochschule für Lehrerbildung nach Hirschberg im Riesengebirge berufen. Am Zweiten Weltkrieg nahm Klöden an den Feldzügen in Polen, in Frankreich und Rußland teil und wurde Juli 1945 als Oberstleutnant aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen. Ab 1953 war er Schulrat, dann Oberschulrat und Leiter des Bezirksschulamtes in Reutlingen. Er gründete 1948 die Landesgruppe Württemberg-Hohenzollern und ist seit vierzehn Jahren erster Landesvorsitzender von Baden-Württemberg, seit 1968 auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, ferner Mitglied der Schlesischen Landesversammlung und stellvertretender Vorsitzender des BdV Baden-Württemberg. Der Kirchentag evangelischer Schlesier wählte ihn zum ersten stellvertretenden Präsidenten. Neben pädagogischen Studien veröffentlichte Klöden viele Abhandlungen, wie Zeitungsartikel zur politischen und Kulturgeschichte des deutschen Ostens und zu Grundfragen der deutschen Ostpolitik.(1975)

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