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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kolarz, Walter

Journalist, Schriftsteller

* 1912, 24.04.
Teplitz-Schönau/Böhmen

† 1962, 21.07.
London

Er gehörte der sozialdemokratischen Jugend und Partei an. Nach dem Studium in Prag wurde er in Berlin Journalist; wurde aber bereits 1936 ausgewiesen. Ober Paris kam er nach London, wo er sich zusammen mit Jaksch und Reitzner gegen Beneschs Vertreibungspläne zur Wehr setzte. Er fühlte sich dazu berufen, den Westen über den Bolschewismus und dessen Praktiken aufzuklären. Er glaubte, das Russische Volk könne diese Ideologie durch seine Religiosität über­winden. In der Emigration konvertierte er zur katholischen Kirche. Sein Bekenntnis „Mein religiöser Werdegang“ be­findet sich heute im „Archiv für Kirchengeschichte von Böh­men, Mähren, Schlesien“. Er schrieb die Bücher „Myths and Realities in Eastern Europe“, 1946; „Rußland und seine asiatischen Völker“, 1956; „Die Nationalitätenpolitik der Sowjetunion“, 1958; „Comunism and Colonialism“, posthum 1964 erschienen und ebenfalls aus dem Nachlaß ver­öffentlicht: „Die Religionen in der Sowjetunion, Überleben in Anpassung und Widerstand“.

(1972)

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