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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kosch, Wilhelm

Literaturhistoriker

* 1879, 02.10.
Drahan/Mähren

† 1960, 20.12.
Wien

Der Literaturhistoriker Kosch wurde im Fürstlich Liechtensteinschen Forsthaus zu Drahan geboren. Die Familie stammte aus Nordmähren, der Vater war Ingenieur und Hofrat bei der Mährischen Statthalterei in Brunn. Kosch besuchte die Universitäten zu Wien und Breslau und ging zuletzt nach Prag, wo er bei August Sauer 1904 mit der Arbeit „Adalbert Stifter und die deutsche Romantik“ promovierte. Nach zwei Jahren als Bibliothekar ging Kosch zunächst in die Schweiz, danach als Lehrer an die Universität Czernowitz und später an die Montanistische Hochschule in Leoben. 27 Jahre lang, von 1923 bis 1950, wirkte Professor Kosch an der Holländischen Universität Nijmegen. Die besondere Liebe des Literaturhistorikers Kosch galt dem Werk des Romantikers Joseph Freiherr von Eichendorff. Er gab die große kritische Ausgabe seiner Werke heraus und gründete den Eichendorff-Bund. Über lange Jahre gab er die Literatur-Zeitschrift „Der Wächter“ heraus. Zum Standardwerk wurde die dreibändige „Geschichte der deutschen Literatur im Spiegel der nationalen Entwicklung von 1813 bis 1848“, erschienen 1925-1936. Eine Reihe weiterer Veröffentlichungen beschäftigen sich mit geistigen und politisch-geschichtlichen Themen des österreichischen Raumes.

(1979)

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