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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kowalewski, Gerhard

Mathematiker

* 1876, 27.03.
Alt-Järshagen/Pommern

† 1950, 21.02.
Gräfelfing/München

Der Mathematiker Gerhard Kowalewski studierte an den Universitäten Königsberg i. Pr., Greifswald und Leipzig Klassische Philologie, Naturwissenschaften, Mathematik und Astronomie und promovierte im Jahre 1898 zum Dr. phil. Er wurde 1899 Privatdozent, lehrte seit 1901 als außerordentlicher Professor in Greifswald, seit 1905 in Bonn, als Ordinarius seit 1910 an der deutschen Technischen Hochschule in Prag, seit 1912 an der Deutschen Universität Prag und seit 1920 an der Technischen Hochschule in Dresden, wo er im Jahre 1935 das Rektorat bekleidet hat. Er war Mitglied der Kgl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, der Societé mathénatique de France. Kowalewski schrieb mathematische Lehrbücher, einen Band „Große Mathematiker“. Zu den zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen des Gelehrten, der im Jahre 1939 nach Prag zurückkehrte, wo er an beiden Hochschulen lehrte, bis seinem Wirken im Jahre 1945 ein Ende gesetzt wurde, gehören u. a. „Grundzüge der Differential- und Integralrechnung“ (Bd. I: 1909, Bd. II: 1911), „Einführung in die Determinantentheorie“ (1909), „Einführung in die analytische Geometrie“ (1911), ferner Fachschriften, besonders über die Theorie der partiellen Differentialgleichungen, über Funktionenräume, natürliche Geometrie. Aufschlußreich ist seine Biographie „Bestand und Wandel“.(1976)

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