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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Krämer, Adam

Jurist

* 1906, 23.07.
Weprowatz/Batschka


Der seit 1962 amtierende Vorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben aus Jugoslawien entstammt einer Bauernfamilie aus Weprowatz in der Batschka. Er ist der Hauptinitiator der Realisierung der Patenschaften des Landes Baden-Württemberg über die gesamte Volksgruppe der Donauschwaben, der Verwirklichung der Patenschaft der Stadt Sindelfingen über seine Landsmannschaft und der Errichtung des Hauses der Donauschwaben in Sindelfingen. Seine Schulzeit fällt in die Kriegs- und Nachkriegszeit mit den sich stets verändernden Verhältnissen, so daß er zunächst in Baja das ungarische, dann das deutsche Gymnasium in Werbaß und das Abitur in serbo-kroatischer Sprache in Srbobran bewältigen mußte. In Zagreb und Marburg a. d. Lahn studierte er Jura; 1930 promovierte er in Zagreb. Er war Mitbegründer der Vereinigung deutscher Hochschüler in seinem Heimatgebiet, Rechtsberater des Volksbundes der Deutschen in Ungarn in der Batschka, nach der Vertreibung Abteilungsleiter im Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium in Stuttgart, Mitbegründer des Bundesverbandes seiner Landsmannschaft sowie auch des Landesverbandes der Donausehwaben in Baden-Württemberg. Im Berufsleben hat er sich als Rechtsanwalt noch in der alten Heimat, und nach der Vertreibung als Kaufmann bewahrt. Er diente in drei Heeren: dem jugoslawischen, der ungarischen Honvéd – und wurde zu Ende des zweiten Weltkrieges auch noch zu einer deutschen Einheit eingezogen. Er schrieb das Buch „Die Brücke nach drüben“.(1976)

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