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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kraus, Wolfgang

Redakteur, Schriftsteller

* 1887, 03.08.
Libau/Kurland

† 1952, 02.01.
Altenburg/Thüringen

Als Sohn des Chefredakteurs Eberhard Kraus und Ururenkel des Malers Gerhard von Kügelgen geboren, studierte Wolfgang Kraus an den Universitäten Greifswald und Berlin Geschichte, Germanistik, Philosophie und Nationalökomomie und promovierte 1912 zum Dr. phil. Er wurde 1913 Volontär bei der Zeitung „Die Post“ in Berlin, war 1913-14 außenpolitischer Redakteur bei den „Leipziger Neue-Nachrichten“ und seit 1916 wieder Redakteur in Berlin, Leiter der dortigen Geschäftsstelle der Königsberger Presse. 1918 übernahm er die Leitung der vom demokratischen November-Club herausgegebenen Monatsschrift „Die deutsche Nation“ und wurde 1924 Hauptschriftleiter des „Liegnitzer Tageblatts“, das er bis zur Besetzung von Liegnitz durch die Russen am 8. Februar 1945 leitete. Kraus lebte nach dem Zusammenbruch bis 1947 arbeitslos in Altenburg in Thüringen, ging dann nach Hamburg, kehrte jedoch 1948 nach Altenburg zurück, wo er bis zu seinem Tode als Schriftsteller gelebt hat. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in großen Zeitschriften und führenden Zeitungen verfaßte er ein „ABC der Politik“ (1931), die Kreuzritter-Novelle „Schwert und Pflug“ (1939), eine Anekdoten-Sammlung „Die baltische Plaudertasche“ (1941).

(1977)

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