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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Kreutzberg, Harald

Tänzer

* 1902, 11.12.
Reichenberg/Böhmen

† 1968, 25.04.
Bern/Schweiz

Der Tänzer Harald Kreutzberg erhielt Ballettunterricht in Leipzig; besuchte die Kunstgewerbeschule in Dresden, wo er sich vor allem dem Modezeichnen widmete, und wurde von Mary Wigman im Ausdruckstanz ausgebildet. Von 1923-1930 war Kreutzberg Solotänzer und Ballettmeister am Opernhaus in Hannover und an der Staatsoper Berlin. Auf Einladung Max Reinhardts trat er 1927 bei den Salzburger Festspielen in „Turandot“ auf. Es folgte eine Amerika-Tournee unter Reinhardts Leitung mit Yvonne Georgi. Seit 1932 widmete sich Kreutzberg ausschließlich dem Solotanz. Er bereiste, zusammen mit seinem Pianisten Friedrich Wilckens, die ganze Welt und galt als einer der führenden Interpreten des Ausdruckstanzes. Auch in Filmen wirkte er mit. 1955 eröffnete Kreutzberg, der Vorbild einer ganzen Tänzergeneration wurde, in Bern eine Tanzschule, die Nachwuchs für den individuellen Kunsttanz heranbildete. Kreutzberg erhielt den Preis des Verbandes der deutschen Kritiker (1952) und den Sudetendeutschen Kulturpreis (1960). Er war Ehrenmitglied der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien (1954). Seine Erinnerungen erschienen unter dem Titel „Über mich selbst“.

(1978)

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