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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Krieger, Arnold

Dichter, Schriftsteller

* 1904, 01.12.
Dirschau/Westpr.

† 1965, 09.08.
Frankfurt/Main

Der Dichter und Schriftsteller stammt aus Westpreußen, doch fand er in Pommern seine eigentliche Heimat zunächst dadurch, daß der Vater Rektor an einer Mittelschule in Stettin wurde, wo der Sohn das Marienstifts-Gymnasium besuchte. In Greifswald, Göttingen und Berlin studierte er Geschichte, Philosophie und Germanistik. Dann gründete er den „Weltbund freier Menschen“ und siedelte sich nach Wander Jahren in Misdroy in Pommern als freier Schriftsteller an. Für die Nationalsozialisten war er Individualist und Pazifist. Das Konzentrationslager blieb ihm zwar erspart, aber die Auswanderung wurde durch Verweigerung eines Passes blockiert. Die Vertreibung aus Misdroy bedeutete für ihn den Verlust des größten Teiles seiner bis dahin geschaffenen Manuskripte. Im Westen fand er schließlich in Darmstadt eine bleibende Statt. In seinem erstaunlich reichen, fast unübersehbaren Schaffen erscheint er als Epiker, Lyriker, Dramatiker, Kulturkritiker, Soziologe. Immer war er auf der Suche nach dem wahren, edlen Menschentum. Dies besonders in seinem Gedichtband „Reichtum der Armen“, 1958 erschienen. Aus der Fülle der übrigen Werke seien genannt der Roman „Geliebt, gejagt und unvergessen“ (in sechs Sprachen übersetzt, deutsche Gesamtauflage über eine Million) und das Drama „Fjodor und Anna“, uraufgeführt in den Berliner Festwochen 1956.

Bibl.: Zeitschrift „Pommern“ 1/1965 u. 3/1965; Ostdeutsche Monatshefte Bd. 15.(1975)

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