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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Lahrs, Friedrich

Architekt

* 1880, 11.07.
Königsberg i.Pr.

† 1964, 13.03.
Stuttgart

Nach dem Besuch des Städtischen Realgymnasiums in Königsberg studierte Johann Ludwig Friedrich Lahrs an der Technischen Hochschule in Charlottenburg, wurde Regierungsbauführer und war zunächst in der Hochbauverwaltung tätig, sowie anschließend als Assistent an der TH in Berlin. 1908 wurde er als Professor an die Kunstakademie in Königsberg berufen, wo er bis zur Versetzung in den einstweiligen Ruhestand im Jahre 1934 wirkte. 1945 aus Königsberg vertrieben, siedelte er nach Stuttgart über, wo er im Alter von 84Jahren einem Verkehrsunfall erlag. Lahrs hat ein höchst vielseitiges Schaffen als Architekt, als Restaurator, als Lehrer und Forscher aufzuweisen. Die Spanne seines Schaffens reicht vom Monumentalbau bis zum Zweckbau und der künstlerischen Gestaltung von Straßenbahnwaggons und Lichtmasten. Als wichtigste Beispiele seines Schaffens seien genannt: Entwurf und Bauausführung der Kunstakademie in Königsberg-Ratshof (1909-1916), Entwurf und Bau des Kantgrabes am Dom zu Königsberg (1924) sowie zahlreiche Totengedenkstätten, Erbbegräbnisse  und Kriegerdenkmäler sowie auch von ansehnlichen Geschäfts-, Wohn- und Gutshausneu- und -umbauten, hierunter auch der berühmten Königsberger Buchhandlung Gräfe und Unzer. Er legte eine umfangreiche baugeschichtliche Untersuchung über das Königsberger Schloß vor (1956).

Bibl.: F. Gause: Geschichte der Stadt Königsberg, Bd. 2,1968, Bd. 3, 1971. Altpreußische Biographie, Bd. I, 1974.

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