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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Laubert, Manfred

Historiker

* 1877, 04.11.
Frankfurt/Oder

† 1960, 03.07.
Göttingen

Sein Arbeits- und Forschungsgebiet war die Geschichte Polens und der östlichen Provinzen Preußens. Er habili­tierte sich als Privatdozent an der Universität Breslau (1908) und lehrte seit 1938 als beamteter außerordentli­cher Professor an der Univer­sität Berlin. Zu seinen wich­tigsten Veröffentlichungen gehören: „Die preußische Polenpolitik von 1772-1914“, „Nationalität und Volkswille im preußischen Osten“ (1925), „Deutsche oder Slawen?“ (1928), „Die oberschlesische Volksbewegung“ (1938), „Die Befreiung von Händel und Ge­werbe in der Provinz Posen“(1943). In zahlreichen wei­teren Arbeiten behandelte er u.a. die Geschäftssprache der Posener katholischen Kirchenbehörden bis 1832 (1934) so­wie die polnischen Aufstandsversuche und Aufstände im 19. Jahr­hundert, ihre Wurzeln und ihr Übergreifen nach Westpreußen. Dem Posener Adel und der Bauernbefreiung wie anderen Schicksalsstun­den des östlichen Grenz- und Auslandsdeutschtums galten weitere Arbeiten. 1953 erhielt Laubert das Große Verdienstkreuz des Ver­dienstordens der Bundesrepublik.

Bibl. : Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1961, Wer ist wer? (Berlin 1955)

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