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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Lehár, Franz

Operettenkomponist

* 1870, 30.04.
Komorn

† 1948, 24.10.
Bad Ischl

Er wird der letzte Klassiker genannt. Sein Vater, österreichischer Militärkapellmeister, stammte aus Mähren; Lehár selbst war bis 1940 nach Schönwald bei Mähr.-Neustadt heimatzuständig. Seit 1882 war er Schüler des Präger Konservatoriums, dann Orchestergeiger und Militärkapell­meister. Seine frühen Kompositionen waren zwei Violinkonzerte und Sonaten. Dann wandte er sich der leichten Muse zu. Er wurde einer der erfolgreichsten Operettenkomponisten, hervorragend durch oft slawisch gefärbte Melodik und die Verwendung neuzeitlicher Instru­mentationsmittel. Sein erster Welterfolg war „Die lustige Witwe“ (1905) , es folgten „Der Graf von Luxemburg“ , „Frasquita“ , „Paganini“, „Der Zarewitsch“, „Zigeunerliebe“, „Friederike“, „Das Land des Lächelns“-, „Schön ist die Welt“ und viele andere. Seine Melo­dien wurden in der ganzen Welt bekannt. Nach seinem Tod 1948 wurde in seiner Villa in Bad Ischl ein Lehár-Museum eingerichtet. 1949 erfolgte in Wien die Gründung einer Lehár-Gesellschaft, Biographien schrieben St. Czech (1948), M. v. Peteani (1950) und F. Stein (1955). 1955 erschien in Wien der “Katalog der Bühnenwer­ke von F. Lehár“.

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