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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Lehmann, Emil

Volksforscher, Schriftsteller

* 1880, 18.11.
Turn/Teplitz-Schönau

† 1964, 22.08.
Dresden

Der Volksforscher, Erzieher und Schriftsteller Prof. Dr. Emil Lehmann wurde am 18. November 1880 in Turn bei Teplitz-Schönau geboren, besuchte das Gymnasium in Teplitz-Schönau und studierte an den Universitäten Prag und Heidelberg und Berlin Germanistik und Philosophie. Zunächst im Staatsdienst tätig, übernahm er 1928 die Leitung der „Geschäftsstelle für deutsche Volksbildung“ in Reichenberg, eine Tätigkeit, die ihm erhebliche Schikanen durch die tschechische Staatsmacht einbrachte und schließlich zur Verurteilung führte, deren Vollstreckung er sich durch Flucht entzog. In Dresden erhielt er sodann eine Professur am Pädagogischen Institut und an der Technischen Hochschule. Lehmann hat der Jugend und Volksbildung neue Wege gewiesen. Er begründete die Zeitschrift „Heimatbildung“ und eine einschlägige Schriftenreihe und gab eine Reihe weiterer Werke zur Volkskunde heraus. Er veröffentlichte auch dichterische wie literaturkritische Werke, die insbesondere Hölderlin galten. „Heimat und Bildung“ (1925), das „Handbuch der sudetendeutschen Volksbildung“ und „Wir Sudetendeutschen“ (1934), neu herausgegeben 1952 durch seinen Sohn Dr. Dr. Ernst Lehmann, sind unentbehrlich für sudetendeutsche Volksforschung und Volksbildung.

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