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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Löwis of Menar, Andreas von

Kupferstecher

* 1777, 27.12.
Wannamois/ Estland

† 1839, 16.09.
Kaipen/Livland

Zu den begabten Dilettanten, die in den baltischen Ländern als Künstler Beachtliches geleistet haben, gehört der Kupferstecher und Radierer Andreas von Löwis of Menar. Der Sohn eines deutsch-baltischen Generalmajors diente in den Jahren 1794-1796 beim russischen Militär und begab sich 1801 nach Deutschland, wo er in Jena und Heidelberg studierte und sich anschließend zwei Jahre in Schwetzingen dem Studium der Forstwissenschaft widmete. Er kehrte 1808 nach Livland zurück und wurde 1811 beständiger Sekretär der Livländischen Gemeinnützigen und ökonomischen Sozietät. Er förderte die Schafzucht und den Anbau von Futterpflanzen, verfaßte zahlreiche Abhandlungen über ökonomische und historische Fragen, gab von 1825-1837 die Livländischen Jahrbücher der Landwirtschaft heraus und widmete sich neben seiner beruflichen Tätigkeit dem Zeichnen und Kupferstechen. Seine ersten Versuche stammen aus dem Jahre 1819; der bekannte Kupferstecher Carl August Senff (1770-1838) soll sein Lehrer gewesen sein. Löwis hat sich auch schriftstellerisch betätigt. Zu seinen zahlreichen Arbeiten, in erster Linie Landschaften und Bauwerke seiner baltischen Heimat, gehören u. a. die Stiche zu dem von ihm herausgegebenen Werk „Denkmäler aus der Vorzeit Liv- und Estlands« (1821-1827).

Bibl.: Lexikon baltischer Künstler. Hrsg. v. Wilhelm Neumann (Riga 1908); Deutschbaltisches Biographisches Lexikon 1710-1960 (Köln/Wien 1970).(1977)

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