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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Manteuffel, Ernst Christoph Reichsgraf von

Jurist, Politiker

* 1676, 22.07.
Kerstin, Kr. Kolberg-Körlin/Pommern

† 1749, 30.01.
Leipzig

Der Sohn eines Landrats im Fürstentum Kammin in Pommern studierte in Leipzig und am Reichskammergericht zu Wetzlar die Rechte, wurde 1699 Kammer Junker am Berliner Hofe, vertauschte diesen Posten aber bald mit einem gleichen am Dresdener Hofe, um einer Verhaftung zu entgehen, die ihm wegen einer Spottschrift drohte. Von dort ging er 1704, von seinem Landsmann, dem Grafen Flemming, empfohlen, als Legationsrat nach Kopenhagen, war 1711-1716 Kursächsischer Gesandter in Berlin, wo er bei Hofe ein gern gesehener Gesellschafter wurde. Anschließend war er sächsischer Kabinettsminister August des Starken. Seit 1728 leitete er die auswärtige Politik Sachsens, aber 1730 erlag er seinem politischen Gegner, dem Minister Graf Hoym. Danach lebte er auf seinen Gütern in Pommern, siedelte aber schließlich nach Berlin über. Er starb in Leipzig. 1709 war er zum Freiherrn, 1719 zum Grafen ernannt worden.

Bibl.: Zedler, Universallexikon aller Wissenschaften und Künste, Bd. 19 (1739); Jödler, Allgemeines Gelehrten-Lexikon, Bd. 3 (1750); Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 20 (1884.(1976)

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