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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Meder, Heinrich

Theologe

* 1904, 23.10.
Nerwerbaß/Batschka

† 1985, 11.08.
Wien

Seine Eltern waren Bauern. Er studierte Theologie in Wien, wurde dann Vikar des Bischofs Philipp Popp in Agram. Ab 1933 war er Pfarrer in Bulkes. Er wurde Senior der Batschka, dann geistlicher Landeskirchenpräsident. Er förderte das kirchliche Pressewesen. Im Krieg gab er einen Katechismus heraus, der an den Fronten verteilt wurde. Er arbeitete im Vorstand des Landesverbandes der Deutschen Akademiker mit. Bei Kriegsausbruch, am 6. April 1941, wurde er von den Jugoslawen als Geisel genommen; dann setzte er sich für die von Ungarn bedrängten Serben ein. 1945 ging er nach Wien. Er bereiste Amerika und arbeitete dort für die Ökumene. Er wurde Vorsitzender der sich stets weiter entfaltenden Evangelischen Bau- und Siedlungsgesellschaft „Neusiedler“, die Wohnungen, Kirchen, Gemeindezentren, Altersheime, Schülerkonvikte errichtete. In Werbass förderte er das Diakonissen-Mutterhaus und gründete ein modernes Waisenhaus. Auch im Ruhestand beschäftigen ihn noch diakonische Vorhaben: Alters- und Schülerheime, Besuchsdienst. Er hat einen umfassenden „Bericht“ über seine Kirche geschrieben.

Bibl.: Südostdeutsche Vierteljahresblätter 4/1969, S. 252 f.(1979)

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