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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Menzel, Gerhard

Schriftsteller

* 1894, 29.09.
Waldenburg/Schlesien

† 1966, 04.05.
Comano bei Lugano/Tessin

Der  schlesische Schriftsteller Gerhard Menzel besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt; er begann als Banklehrling und Musikstudent in Breslau. Nach Jahren des Kriegsdien­stes während des Ersten Weltkrieges wurde er Bankange­stellter, 1922 Juwelier und 1925 Kinobesitzer. Er war seit 1928 freier Schriftsteller. Die Katastrophe des Jahres 1945 erlebte er in Krummhübel im Riesengebirge, wohin er sich zurückgezogen hatte, und wurde 1946 ausgewiesen. Im Jahre 1952 gelang es ihm, sich in Berlin eine neue Existenz aufzubauen. Menzel schrieb Bühnenwerke und Romane, darunter die Dramen „Toboggan“ (1927), „Liebhaberthea­ter« (1929), „Appassionata“ (1936), „Karlchen“ (1954), „O mein Winnetou“ (1955), die Schauspiele „Fern-Ost“ (1928), „Scharnhorst“ (1935), die Romane „Flüchtlinge“ (1930), „Wieviel Liebe braucht ein Mensch?“ (1931), „Kehr wieder, Morgenröte“ (1952) sowie Hörspiele. Zu den mehr als 30 Filmen, zu denen er die Drehbücher schrieb, gehören „Mor­genrot“ (1932), „Flüchtlinge“ (1933), „Barkarole“ (1934), „Das Mädchen Johanna“ (1936), „Robert Koch“ (1938), „Mutterliebe“ (1938), „Der Postmeister“ (1940), „Ein Leben lang“ (1941), „Späte Liebe“ (1942), „Am Vorabend“ (1943), „Das Herz muß schweigen“ (1944), „Die Sünderin“ (1951), „Hanussen“ (1955), „Herrscher ohne Krone“ (1956), „Bodelschwingh“ (1957). Im Jahre 1927 wurde Menzel durch Verleihung des Kleist-Preises ausgezeichnet.

Bibl.: Nachruf in „Schlesien“, Heft HI/1966.(1976)

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