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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Miegel, Agnes

Dichterin

* 1879, 09.03.
Königsberg i.Pr.

† 1964, 26.10.
Bad Salzuflen

Agnes Miegel hat sich vor allem einen Namen als ostpreußische Heimatdichterin gemacht. Die überragende Qualität ihres dichterischen Schaffens sichert ihr jedoch auch einen Platz in der Weltliteratur. Wegen ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit, von der sie sich nie mit genügender Deutlichkeit distanziert hat, ist sie jedoch eine in der Öffentlichkeit umstrittene Persönlichkeit. Ihren Freunden und Verehrern galt sie auch als „ostpreußische Sybille“, als Seherin und Prophetin, weil sie schon seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts düstere Vorahnungen über den Untergang Ostpreußens plagten, die sich leider in schrecklicher Weise bewahrheiteten.

Agnes Miegel wurde am 9. März 1879 in Königsberg als Tochter des Kaufmanns Gustav Adolf Miegel geboren. Sie stammt aus einer protestantisch konservativ geprägten Familie. Ihre Vorfahren kamen aus dem Salzburger Land, das sie wegen ihres protestantischen Glaubens verlassen mussten. Zunächst besuchte Agnes Miegel die Höhere Mädchenschule in Königsberg. 1894 ging sie als Haushaltshilfe für zwei Jahre nach Weimar. Dies trug auch zu ihrer Kenntnis der klassischen deutschen Literatur, insbesondere der Werke von Johann Wolfgang von Goethe, bei. In Weimar schrieb sie ihre ersten Gedichte. 1896 erhielt sie ihr erstes Honorar für das Gedicht „Der Elfkönig.“

1898 verbrachte sie drei Monate zu einem Studienaufenthalt in Paris. Ebenfalls 1898 lernte sie den Schriftsteller Börries von Münchhausen kennen, mit dem sie auch eine kurze Liebesbeziehung unterhielt. Die Freundschaft zwischen ihr und Börries von Münchhausen hielt jedoch ein Leben lang an.

Im Jahre 1900 begann sie eine Ausbildung als Krankenschwester am Kaiser-Friedrich-Krankenhaus in Berlin, die sie jedoch abbrechen musste, um ihrem erkrankten Vater in Königsberg beizustehen. 1901 begann ihre Freundschaft mit der norddeutschen Balladendichterin Lulu von Strauß und Torney, die auch ihr literarisches Vorbild wurde. Im gleichen Jahr erschien auch ihr erster Gedichtband („Gedichte“) im Verlag Cotta in Stuttgart.1902 hatte Agnes Miegel ihre erste Dichterlesung in Königsberg.1904 arbeitete sie als Erzieherin an einem Internat in Bristol in England, was sie auch später zu einer anglophilen Haltung veranlasste. Danach begann sie eine Ausbildung als Lehrerin in Berlin, die sie jedoch 1905 wegen einer Erkrankung abbrechen musste. 1907 erschien der Gedichtband „Balladen und Lieder“ im Eugen-Diederichs-Verlag in Jena. Der Eugen-Diederichs-Verlag veröffentlichte auch später einen großen Teil ihrer Schriften. 1912 begann ihre Freundschaft mit Ina Seidel und ihrem Ehemann Heinrich Seidel. 1919 nahm Agnes Miegel Elise Schmidt bei sich auf. Später adoptierte Agnes Miegel Elise Schmidt. Im gleichen Jahre wurde sie Mitarbeiterin der „Königsberger Zeitung“, 1920 Redakteurin des Feuilletons der „Königsberger Zeitung“. Im gleichen Jahre kam es zu einer Volksabstimmung in Masuren über eine mögliche Zugehörigkeit zu Polen. Diese Volksabstimmung ergab eine überwältigende Mehrheit für den Verbleib des südlichen Ostpreußens bei Deutschland. Dennoch fürchtete Agnes Miegel polnische Gebietsforderungen und rief „ die Brüder über der Weichsel““ zur Hilfe auf: „Über der Weichsel drüben, Vaterland, höre uns an“ … Aufgrund des Versailler Friedensdiktats kam das zu Ostpreußen gehörende Memelland zunächst unter französische Verwaltung und wurde 1923 von Litauen annektiert. Weiter östlich erstarkte das bolschewistische Russland, das im Inneren eine Terrorherrschaft errichtete und sich nach außen hin weltrevolutionär gebärdete. In dieser Zeit sind die Wurzeln des übersteigerten Nationalismus von Agnes Miegel zu suchen, die später zu ihrer Hinwendung zum Nationalsozialismus führten. 1924, es war das Jahr des 200. Geburtstages des ostpreußischen Philosophen Immanuel Kant, erhielt Agnes Miegel die Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg. 1926 beendete sie ihre journalistische Tätigkeit und war von da an nur noch als freie Schriftstellerin tätig. Gerade ihre journalistischen Beiträge werden in Zukunft für die kulturhistorische und historische Forschung über Ostpreußen wichtig sein, denn Agnes Miegel verfügte über eine immense Kenntnis von Sitten und Brauchtum, Handwerk und sozialer Schichtung in Ostpreußen. Jetzt, da Deutschland endgültig auf Ostpreußen verzichtet hat, gewinnen die Berichte der letzten Zeitzeugen an Gewicht, und nicht umsonst hatte Agnes Miegel den Beinamen „Mutter Ostpreußen“.

1933 wurde Agnes Miegel Mitglied und Vorstandsmitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1933 trat sie in die NS-Frauenschaft ein. Im Jahre 1938 schrieb sie auf Anforderung der Reichsschrifttumskammer ein Huldigungsgedicht auf Adolf Hitler („An den Führer“). 1939 erschien der Gedichtband „Ostland“ mit Gedichten wie „Hymne an Ostpreußen“, „Heilige Heimat“ und „Sonnenwendreigen“, die das Wohlgefallen der Nationalsozialisten fanden. Folgerichtig erhielt sie das Ehrenzeichen der Hitlerjugend, 1940 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main, eine der höchsten deutschen Literaturauszeichnugen. Im gleichen Jahre trat sie in die NSDAP ein. Angehörige der Hitlerjugend und Soldaten der Wehrmacht schätzten ihre großen erzählerischen Fähigkeiten. Agnes Miegel wurde zu einem Instrument der nationalsozialistischen Propaganda. Ihre Biographin und Verehrerin Anni Piorreck beschreibt in ihrer Agnes-Miegel-Biographie, dass die Dichterin den ihr zuteil werdenden Ruhm durchaus genoss.

Allerdings wird man ihrem Werk vergeblich nach antisemitischen Äußerungen oder Aufforderungen zur Eroberung fremder Territorien suchen.

Im Mai 1944 erschien der Gedicht- und Bildband „Mein Bernsteinland und meine Stadt“ im Verlag Gräfe & Unzer, Königsberg. Die Gedichte spiegeln eine Vorahnung des Abschieds wider. Im August und September 1944 bombardierten englische und amerikanische Flugzeuge Königsberg, das lange Zeit als eine Art Luftschutzkeller des Dritten Reiches gegolten hatte.

Am 27. Februar 1945 verließ Agnes Miegel Königsberg für immer. Gemeinsam mit ihrer Adoptivtochter Elise Schmidt-Miegel ging sie in Pillau (heute: Baltijsk/ Russland) an Bord eines norwegischen Fischdampfers, der sie nach Swinemünde (heute: Swinjouscie/ Polen) brachte. Dort gingen die beiden Frauen nach zehntägigem Aufenthalt in einer Notunterkunft an Bord des Flüchtlingsschiffs „Jupiter“ der Neptun-Reederei Bremen und erreichten unbeschadet am 14 März 1945 Kopenhagen. Nach der deutschen Kapitulation verbrachte sie ein Jahr in einem dänischen Internierungslager in der Nähe von Esbjerg. Von 1946 bis 1948 fand sie Aufnahme auf Schloss Apeleren  in Niedersachsen bei der Familie des Freiherrn Börries von Münchhausen. 1948 übersiedelte sie nach Bad Nenndorf, das ihr zur zweiten, oder wie sie es nannte, kleinen Heimat wurde.

1949 wurde ein Entnazifizierungsverfahren gegen sie durchgeführt. Die Spruchkammer stufte sie als unbelastet ein und stellte ausdrücklich fest, dass sie niemandem geschadet habe.

1954 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft von Bad Nenndorf, in den Jahren 1952 bis 1955 erschienen ihre Gesammelten Werke im Eugen Diederichs Verlag, der nun in Köln ansässig war.1957 erhielt sie die Plakette des Ostdeutschen Kulturrates und im gleichen Jahre auch den Preußenschild der Landsmannschaft Ostpreußen. 1959 erhielt sie den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1961 besuchte sie der Regierende Bürgermeister von Berlin (West-), der führende Sozialdemokrat Willy Brandt, in ihrem Haus in Bad Nenndorf. Später wurde Willy Brandt zum Initiator der neuen deutschen Ostpolitik.

1964 unternahm die schon schwer erkrankte Dichterin noch eine große Deutschlandreise. Sie besuchte Trier, um das Grab eines katholischen Heiligen zu besuchen, der ihr in einem ihrer Träume erschienen war. Die Rückreise unternahm sie über Marburg an der Lahn, um die Elisabeth-Kirche zu besuchen, in der auch Reichspräsident von Hindenburg seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Sie hatte ihm früher eines ihrer Gedichte gewidmet. Bei einem Kuraufenthalt in Bad Salzuflen wurde sie von einer schweren Krankheit befallen, von der sich die 85jährige nicht wieder erholen sollte. Am 26. Oktober 1964 verstarb Agnes Miegel in Bad Salzuflen, am 27. Oktober wurde ihr Sarg nach Bad Nenndorf überführt. Am 31.10.1964, am Reformationstag, wurde sie unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Bad Nenndorf auf dem Bergfriedhof bestattet.

Nach 1945 besann sich Agnes Miegel zurück auf christlich-abendländische Werte, aber sie erwies sich und ihrem Werk einen schlechten Dienst, als sie auf die Frage nach ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus bekundete, dafür sei sie nur gegenüber Gott und ihrem Gewissen verantwortlich. Wenn man der Dichterin sehr wohlwollend gegenüber steht, kann man ihre Verse für den Ostdeutschland-Gedenkturm in Schloss Burg an der Wupper, in den ein sie zum Ausdruck bringt, Gott habe sie gelehrt, nichts als den Hass zu hassen, als öffentliche Absage an den Nationalsozialismus bewerten. Mehr Deutlichkeit wäre schon wünschenswert gewesen. Vielleicht wollte sie mit ihrer Öffentlichkeitsscheu Haltung beweisen, aber Haltung wäre ein Wort der Reue und eine ganz klare Absage an den Nationalsozialismus gewesen. Ihre langjährige Freundin Ina Seidel, die ebenfalls eine Verehrerin Adolf Hitlers gewesen war, hatte sich dazu durchgerungen.

Eine Dichterin vom Format Agnes Miegels ist jedoch auch verantwortlich gegenüber ihren Lesern. Ob die Dichterin noch während der Hitlerdiktatur von den nationalsozialistischen Verbrechen erfahren hat, ist nicht bekannt und wird wohl heute noch kaum zu ermitteln sein. Nach der deutschen Kapitulation hat sie es, wie alle anderen Deutschen, erfahren. Oft hat Agnes Miegel den Verlust ihrer ostpreußischen Heimat beklagt, zu den Verbrechen Hitlers und seiner Getreuen hat sie sich nie öffentlich geäußert.

Meist wird ein Teil des literarischen Schaffens von Agnes Miegel als „Blut-und Bodenliteratur“ gekennzeichnet und gebrandmarkt. Ihre Nähe zum Nationalsozialismus macht das leicht. Aber der Begriff der „Blut- und Bodenliteratur“ ist ein unscharfer Begriff, man kann mit ihm jegliche Art von Heimatliteratur diffamieren. Hinzu kommt: Seit der deutschen Besiedlung Ostpreußens durch den deutschen Ritterorden und der gewaltsamen Christianisierung des baltischen Volkes der Pruzzen, über zahlreiche Kriege bis zum Zweiten Weltkrieg, war die Geschichte des ostpreußischen Bodens mit der Geschichte blutiger Auseinandersetzungen verbunden. Agnes Miegel hat nie irgendwelche „Volk-ohne-Raum“-Theorien vertreten oder „Siedlungsraum im Osten“ gefordert, ihr ging es stets nur um den Erhalt Ostpreußens, das nach dem Ersten Weltkrieg zu einer auf dem Landweg vom Reich abgetrennten Grenzprovinz geworden war. Sie war nicht die „alte Nazistin“, zu der sie ihr ostpreußischer Landsmann Siegfried Lenz in einem Gespräch mit Helmut Schmidt hochstilisierte.

1969 wurde von ihren Freunden und Verehrern die Agnes-Miegel-Gesellschaft gegründet, die das Andenken an Agnes Miegel und ihr Werk pflegt. 1979 gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke anlässlich des 100. Geburtstages von Agnes Miegel heraus. 2005 nahm Marcel-Reich-Ranicki 5 ihrer Gedichte in seinen Kanon der deutschen Literatur auf. Darunter befindet sich auch die Ballade „Die Frauen von Nidden“, in der der Ausbruch der Pest in dem Fischerdorf Nidden (heute: Nida/ Litauen)an der Kurischen Nehrung beschrieben wird.

Wegen ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit entzogen einige Städte und Gemeinden bereits erteilte Ehrungen für die große Dichterin. Agnes-Miegel-Straßen und -Schulen wurden umbenannt. In Bad Nenndorf wurde das Denkmal Agnes Miegels im Februar 2015 aus dem Kurpark entfernt. Meiner persönlichen Meinung nach ist die Rücknahme bereits erteilter Ehrungen keine würdige Form der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der Dichterin. Als Willy Brandt mit Agnes Miegel sprach, wird er sehr wohl gewusst haben, mit wem er es zu tun hatte. Marcel Reich-Ranicki, den die Nationalsozialisten wohl sehr gern umgebracht hätten, hat ihr einen Platz in seinem Kanon der deutschen Literatur eingeräumt. In Kaliningrad (früher: Königsberg i. Pr.) befindet sich eine Gedenktafel in deutscher und russischer Sprache am Geburtshaus von Agnes Miegel, das den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit überstanden hat. Die russischen Behörden sind damit einverstanden, dass die wenigen noch im nördlichen Ostpreußen lebenden Deutschen sich um das Andenken Agnes Miegels kümmern. Noblesse und die demokratische Tugend der Toleranz bewirken oft mehr, als ein zur Schau getragener puritanischer Antifaschismus. Und eine Frage sei gestattet: Würden sich die gleichen Leute, die so vehement darauf bestehen, das Andenken an Agnes Miegel auszulöschen, weil sie unerträgliche Lobeshymnen auf Adolf Hitler geschrieben hat, ebenso vehement dafür einsetzen, das Andenken an Johannes R. Becher auszulöschen, weil er unerträgliche Lobeshymnen auf Josef Stalin geschrieben hat ? Dies ist wohl kaum zu erwarten.

Das literarische Werk Agnes Miegels wird eine Zukunft haben. Ihre Verdienste um das Land Ostpreußen und die Menschen Ostpreußens werden unvergessen bleiben, aber schärfer als bei anderen Schriftstellern wird zu trennen sein zwischen Werk und Weltanschauung, auch und gerade deswegen, weil sie eine deutliche Abgrenzung zu ihrer Vergangenheit versäumte.

Für die Erstellung dieses Artikels wurden in erster Linie die beiden Agnes-Miegel-Biographien von Anni Piorreck und Marianne Kopp verwendet. Beide Autorinnen sind gebürtige Ostpreußinnen und gehören der Agnes-Miegel-Gesellschaft an, zeichnen also ein sehr positives Bild der Dichterin. Ich habe mich um Objektivität bemüht.

Werke: Miegel, Agnes: Erzählungen. Düsseldorf: Diederichs (Gesammelte Werke / Agnes Miegel) . – Dies. (1933): Der Vater. Drei Blätter eines Lebensbuches. Berlin-Steglitz: Eckart-Verl (Der Eckart-Kreis, 7) . – Miegel, Agnes (1933): Die Fahrt der sieben Ordensbrüder. 41. – 50. Tsd. Jena: Diederichs (Deutsche Reihe, 3) . – Dies. (1934): Gang in die Dämmerung. (1.-4. Taus.). Jena: Diederichs. – Dies. (1935): Deutsche Balladen. Jena: Diederichs (Deutsche Reihe, 23) . – Dies. (1935): Kirchen im Ordensland. 2. Aufl. Königsberg Pr.: Gräfe und Unzer. – Dies. (1938): Viktoria. Das Erlebnis des Feldwebels Schmidtke ; [Gedicht]. Leipzig: Ges. d. Freunde d. Dt. Bücherei (Jahresgabe der Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei, 18) . – Dies. (1939): Frühe Gesichte. (Veränd. u. erw. Ausg. der ‘Gedichte’. 20.-22. Taus.). Stuttgart: Cotta. – Dies. (1940): Im Ostwind. Erzählungen. 1. – 10. Tsd. Jena: Diederichs (Deutsche Reihe, 101) . – Dies. (1940): Ostland. Gedichte. Jena: Diederichs. – Dies. (1943): Unter hellem Himmel. Feldpostausgabe. Jena: Eugen Diederich (Deutsche Reihe) . – Dies. (1944): Mein Bernsteinland und meine Stadt. Königsberg Pr.: Gräfe u. Unzer. – Dies. (1955): Seltsame Geschichten. 1. – 5. Tsd. Düsseldorf: Diederichs (Erzählungen / Agnes Miegel, 2) . – Dies. (1959): Aus der Heimat. Geschichten und Bilder. 2. Aufl. Düsseldorf: Diederichs (Erzählungen / Agnes Miegel, 3) . – Dies. (1979): Gedichte aus dem Nachlass. 1. Aufl. Düsseldorf Köln: Diederichs. – Dies. (1988): Wie Bernstein leuchtend auf der Lebenswaage. Gesammelte Balladen. Erw. Neuausgabe. Hg. v. Ulf Diederichs. München: Diederichs. – Dies. (1989): An das Schaumburger Land. In: Schaumburger Lesebuch, S. 200. – Dies. (1989): Spaziergänge einer Ostpreußin. Feuilletons aus den zwanziger Jahren ; [Königsberger Feuilletons]. 3. Aufl. Hg. v. Anni Piorreck. München: Diederichs. – Dies. (1993): Mein Weihnachtsbuch. 3. Aufl. München: Diederichs. – Dies. (1994): Alt-Königsberger Geschichten. [Neuausg.]. Leer: Rautenberg. – Dies. (1994): Es war ein Land. Gedichte und Geschichten aus Ostpreußen. Leer: Rautenberg. – Dies. (1994): Mein Weihnachtsbuch. [Neuausg.]. Leer: Rautenberg. – Dies. (1996): Die Frauen von Nidden. Gesammelte Gedichte von unserer “Mutter Ostpreußen”. Leer: Rautenberg. – Dies. (1998): Land, so schön geschmückt wie eine reiche, junge Rotrockfrau. In der Altersheimat Niedersachsen. Bad Nenndorf: Agnes-Miegel-Ges (Jahresgabe … der Agnes-Miegel-Gesellschaft, 1998) . – Dies. (2003): Die Märchen von Ali dem Dichter und von der Prinzessin Lale. Bad Nenndorf: Agnes-Miegel-Ges (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft, 2003) . – Dies. (2006): “Von der Bärenapotheke bis Oxböl”. Abschrift des handschriftlichen Manuskripts. Sonderdr. Bad Nenndorf: Agnes-Miegel-Ges. – Dies. ; Beutner, Barbara (Hg.) (1991): Agnes Miegel. Eine Persönlichkeit der neueren Literatur ; Balladen und Lyrik. Hamburg: Landsmannschaft Ostpreußen Abt. Kultur. – Dies. ; Neumann, Helga (Hg.) (2000): Wie ich zu meiner Heimat stehe. Ihre Beiträge in der “Königsberger Allgemeinen Zeitung” (1926 – 1932). Schnellbach: Bublies.

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Bild: Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf.

Johann Frömel

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