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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Molo, Walter von

Schriftsteller

* 1880, 14.06.
Sternberg/Sudetenland

† 1958, 27.10.
Murnau/Bayern

Der Schriftsteller Walter von Molo war nach dem Studium des Maschinenbaues und der Elektrotechnik an den Technischen Hochschulen in Wien und München zunächst Ingenieur in einem großen Industriebetrieb, hernach bis 1914 als Oberingenieur am Patentamt in Wien tätig. Er ließ sich dann als freier Schriftsteller in Berlin nieder und zog im Jahre 1933 nach Murnau in Oberbayern auf den Molohof. Molo war Dr. Ing. h.c., Präsident der Sektion für Dichtkunst an der Preußischen Akademie der Künste (1928-1930), Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mitbegründer des deutschen P.E.N.-Clubs, Präsident des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller und Träger der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Walter von Molo war Erzähler, Dramatiker und Lyriker; sein reiches Lebenswerk umfaßt annähernd 50 Bücher, vorwiegend geprägt vom nationalen Erbe der Deutschen („Der Roman meines Volkes“) und von einem konservativen Protestantismus („Bruder Luther“). Ihn beschäftigten vor allem geschichtliche Stoffe; in freier Romanform schilderte er den Lebensweg großer Deutscher. Volkstümlich bekannt wurde vor allem sein Schiller-Roman (1912-1916). Gesammelte Reden und Aufsätze erschienen unter dem Titel „Zwischen Tag und Traum“ (1930), Erinnerungen in den Bänden „Aus dem Murnauer Tagebuch“ (1948), „Paradies der Erinnerung“ (1950), „Zu neuem Tag“ (1950), „So wunderbar ist das Leben“(1957), „Wo ich Frieden fand“ (1959). Sein „Lyrisches Tagebuch“ erschien 1947.

Bibl.: Hans M. Eiser: Walter von Molo und sein Schaffen (1920).

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